FeedHofgeismar
ErdkundeBrockhaus 1882

Hofgeismar, Kreisstadt im Regierungsbezirk Kassel der preuß. Provinz Hessen-Nassau, an der Esse (148 m über dem Meere), Station der Linie Kassel-Scherfede der Preußischen Staatsbahnen, 22 km im NNW. von Kassel, ist Sitz eines Landratsamts und eines Amtsgerichts, hat zwei Kirchen, ein schönes Rathaus, ein Realprogymnasium, eine große Kaserne, ein neuerbautes schönes Kreishaus, eine große Druckerei und lithographische Anstalt und zählt (1880) 4244 meist prot. C., die Ackerbau und Viehzucht, auch Handel treiben und eine Malz- und chem. Fabrikunterhalten. In der Nähe der Stadt liegt ein Stahlbrunnen mit Badeeinrichtungen und rachtvollem Park. Südlich von H. liegt die Ruine önburg, nördlich Ruine Schöneberg. Der Kreis Hofgeismar zählt auf 626 qkm 37 230 E., davon 549 Katholiken und 644 Juden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 302Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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