Hofmann (Joh. Christian Konrad von), hervorragender luth. uu Gle geb. 21. Dez. 1810 zu Nürnberg, Heologi, zu Erlangen und Berlin Geschichte und Theologie, ward 1833 Lehrer am Gymnasium zu Erlangen, habilitierte sich dort 1835 in der philos., 1838 in der theol. Fakultät, ward 1841 außerord. Professor der Theologie zu Erlangen, 1842 ord. Professor in Rostock, kehrte jedoch 1845 — Erlangen zurück, wo er 20. Dez. 1877 starb. on seinen histor. Schriften sind zu nennen: „Geschichte des Aufruhrs in den Cevenneno (Nördl. 1837) und das Lehrbuch der Weltgeschichtes (2 Tle., Nördl. 1839; 2. Aufl. 1843), welches den prot. Gymnasien Bayerns als Lehrbuch verordnet wurde. Seine theol. Hauptwerke sind: „Weissagung und Erfüllunge (2 Bde., Nördl. 1841 — 44, 2. Aufl. 1857—60), „(Der Schriftbeweiso (2 Bde., Nördl. 1852—56), Die Heilige Schrift Neuen Testaments zusammenhängend untersuchte (9 Tle., Nördl. 1862 —81; 2. Aufl. 1869 fg.). Außerdem war H. seit 1846 Mitherausgeber der 4Zeits em für Protestantismus und Kirched. Aus seinem Nachlaß wurden noch veröffentlicht: «Theol. Ethik' (1878), «Encyklopädie der Theologies (1879), «Biblische Hermeneutike (1880). H. ist Hauptbegründer der sog. Erlanger Schule, welche die heilsgeschichtliche Theo— logie Bengels weiter bildet und in ihren Resultaten wesentlich mit der luth. — übereinstimmt. Seinen politischen Einfluß als Mitglied der Zweiten bayr. Kammer hat H. nachdrücklich für die Einheit Deutschlands geltend gemacht und war deshalb trotz seines kirchlichen Konservatismus politisch Mitglied der Fortschrittspartei.