Hohenlinden, Dorf in Oberbayern, im Bezirk Ebersberg, 30 km östlich von München, ist wegen des 3. Dez. 1800 von Moreau über den Erzherzog Johann errungenen Siegs merkwürdig. Nach dem Ablauf des Waffenstillstandes zu Parsdorf, 13. Nov., hatten die Armee Moreaus auf der Hochebene zwischen Isar und Inn und das österr. Heer am rechten Innufer Stellung genommen. Am 3. Dez. setzte die österr. Armee ihren Marsch in drei Kolonnen fort. Die Mittelkolonne, aus dem Hauptkorps der Osterreicher und den Bayern bestehend, rückte auf der großen, zum Teil durch Walder führenden Hauptstraße unter Schneegestöber und auf grundlosen Wegen gegen H. vor, griff die Korps von Grenier und Grouchy mit Heftigkeit an und suchte deren Stellung zu um-Lera Aber diese Korps erhielten zu rechter Zeit erstärkung und warfen die österr. Kolonne in den Wald an der Hauptstraße zurück. Ineinander verwickelt und von dem eigentlich fehlerhaft entsendeten General Richepanse zugleich in der Flanke angegriffen, löste sich diese Kolonne bei einem gleichzeitigen Angriffe Neys auf. Auch die Seitenkolonnen wurden dadurch zum Rückzuge gezwungen; um 2 Uhr war der Sieg an allen Punkten in den Händen der Franzosen.