Hohenwart, österr. Grafengeschlecht, das seinen Ursprung von den bayr. uhrh. von Andechs Nf soll schon im 12. Jahrh. in Steiermark egütert gewesen sein. Mit dem 15. Jahrh. be-Den die historisch Mute des Stammfolge. Anreas, um die Mitte des 15. Jahrh. Landeshauptmann in Krain, zeichnete sich als Feldherr egen die Türken aus; Hans (gest. 1611), war serderme Bergmann; Cosmus, in hohem nsehen bei König Ferdinand II., geleitete diesen zur Kaiserwahl nach Frankfurt; Franz Crasmus ist durch genealog. und histor. Forschungen bekannt. — Hervorragend ist Sigismund, Bischof von Linz, geb. zu Cilli 7. Juni 1745, gest. zu Linz 22. April 1825, thätig als Sammler und naturwissenschaftlicher Schriststeller und Kenner der Alpenflora; ferner Sigismund Anton, Graf von H. zu Gerlachstein und Raunach, Fürst-Erzbischof von Wien, geb. 2. Mai 1730, gest. zu Wien 30. Juni 1820, ursprünglich Jesuit und Gymnasiallehrer, dann Seelsorger, Präfekt am wiener Theresianum, Erzieher der Erzherzöge in Florenz, Lehrer des Kaisers Franz, 1792 Bischof von Triest, 1794 von St. Pölten und 1804 Erzbischof von Wien. — Karl Sigmund, Sohn des Grafen Andreas (geb. 25. Nov. 1794, gest. 13. März 1881), geb. 12. Febr. 1824, war 1857 Komitatsvorstand in Fiume, dann Statthaltereirat in Trient, 1860 Landespräsident in Laibach, 1867 Statthalter in Kärnten, 1868 Statthalter in Linz, wurde 7. Febr. 1871 Ministerpräsident und Minister des Innern. Als solcher suchte er die Verfassung «verfassungsmäßig zu beseitigens und eine Föderativverfassung einzuführen. Mit den Fundamentalartikeln und dem Reskript, welches ein selb:ständiges böhm. Königreich einführen sollte, erregte er den Sturm der deutsch⸗-österr. verfassungstreuen Opposition und trat 30. Okt. 1871 von seinem Amte zurück. Seit Okt. 1873 gehört er als Abgeordneter des krainischen Landbezirks Krainburg dem Reichsrat an, in welchem er der Führer der sog. Rechtspartei ist.