Höllenfurie (Furia infernalis L.), ein sagenhaftes Geschöpf, das in den ausgedehnten Sumpfgegenden Nordschwedens, auch des nördl. Livland vorkommen, für das bloße Auge unsichtbar und während des Sommers auf Mensch und Vieh herabfallen soll. Man schreibt ihm die Gestalt eines Wurmes zu, sein Stich soll eine Ges wulst verursachen, die, wenn nicht sofortige Hilfe stattfindet, zum Tode Lm Es handelt sich in diesen Fällen, wahrscheinlich um eine akut verlaufende Blutvergiftung, deren Ursachen freilich noch unbekannt sind und die gelegentlich wohl auch in den Sommermonaten sonst in CEuropa auftritt und oft mit dem Milzbrand in Verbindung gebracht wird, der durch eine stechende Fliege übertragen werden soll, obwohl noch niemand die Fliege selbst gesehen en Vgl. Keferstein, «Naturgeschichte der schädlichen Insekten » (Tl. 1, Erfurt 1837). Hölleugebirge heißt im weitern Sinne diejenige Gruppe der Osterreichischen ttere den (. Alpen, 31), die sich zwischen dem Atter⸗, dem Aber⸗ und dem Traunsee nördlich bis zum breiten Thale der Ager erstreckt. Im engern Sinne bezeichnet der Name ein steilwandiges, zerklüftetes Kalkplateau zwischen dem Atter⸗ und dem Traunsee, das von W. nach O. gerichtet, südlich dadan das Weißenbachthal, nördlich gegen das Langbath⸗ und das Kiesbachthal abfällt und wie die meisten dieser tafelförmigen Kalkstöcke der nördl. Ostalpen seine bedeutendsten Erhebungen, den Kranabitsattel (1769 m), den Höllenkogel (1747m), den Brunnkogel (1688 m), auf dem erhöhten Rande der Hochfläche trägt. Der westlich gegen den Attersee vorgeschobene Teil des Gebirges wird als Hochleckengebirge bezeichnet. Steil, und rauh, als kaiserl. Wildgehege nicht immer leicht zugänglich, wird das H. mit Ausnahme des Kranabitsattels, der ein beliebtes Exkursionsziel der Kurgäste von Ischl ist, von Touristen wenig besucht.