Hölty (Ludw. Heinr. Christoph), einer der vorzüglichsten deutschen Lyriker des 18. Jahrh., geb. zu Mariensee bei Hannover 21. Dez. 1748, besuchte seit 1765 das Gymnasium in Celle und bezog 1769 die Universität zu Göttingen, wo er sich der Theologie widmete und dem Göttinger Dichterbund beitrat, der ihm zu seinen besten Gedichten die nächste Veranlassung gab. Mit Johann Martin Miller machte er im Herbst 1774 eine Reise nach Leipzig, und im Juli 1775 besuchte er die Dichterfreunde zu Hamburg. Schon damals war seine Gesundheit untergraben. Dazu kam noch seines Vaters Tod, welcher ihn tief ergriff. Im Spätherbst 1775 ging er nach Hannover, dichtete noch mehrere schwermütige Elegien und war mit der Sammlung seiner Gedichte beschäftigt, als er in Hannover 1. Sept. 1776 starb. Von seinen Liedern sind mehrere volkstümlich geworden, z. B. cüb' immer Treu und Redlichkeito, Rosen auf den Weg gestreutv, Wer wollte sich mit Grillen plageno. Vorzüglich gelangen ihm auch Gedichte in antiken Versmaßen. Seine „(Gedichterz wurden von Voß und Stolberg (Hamb. 1783) und dann vermehrt von Voß mit einer musterhaften Biographie H.s (Hamb. 1804 u. öfter; neugeordnet, Lpz. 1847; neue Ausg. von Karl Halm, Lpz. 1869, und mit Einleitung und Anmerkungen, Lpz. 1870) herausgegeben. Vgl. Ruete, «H. Sein Leben und Dichten (Guben 1883). Hermann H., lyrischer Dichter, Großneffe des vorigen, wurde 4. Nov. 1828 in lilzen geboren, studierte in Göttingen Theologie und ist seit 1863 Pastor an der St. Johanniskirche in Hannover. Er verfaßte mehrere Dramen: „Das Gelübde, ein (Hannov. 1882). Lyrische Dichtungen sind: »Irrwege eines jungen Dichtersv und Lieder und Balladeno (Hamb. 1856), Sundannd und italische Gebilden, «Ostseebilder und Balladen» (Kiel 1863), (Bilder und Balladen (2. Aufl., Hannov. 1874), „Aus der deutschen Götterwelt. Balladen»(Hannov. 1877). Seine „Gesammelten Dichtungens erschienen 1882 (Hannov.).