FeedJudeich (Joh. Friedr.)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Judeich (Joh. Friedr.), verdienter Forstmann, geb. 27. Jau. 1828 zu Dresden, besuchte die Kreuzschule daselbst und studierte dann an der Forstakademie in Tharand und an der Universität Leipzig. Seit 1849 war er bei der sächs. Forsteinrichtungsanstalt beschäftigt, trat 1857 als Forstmeister für die im böhm. Riesengebirge gelegene Waldherrschaft Hohenelbe in den Dienst des Grafen von Morzin und übernahm 1862 die Direktion der Forstlehranstalt zu Weißwasser. Im J. 1866 wurde er als Oberforstrat und Direktor an die Akademie zu Tharand berufen, 1876 zum Geh. Forstrat, 1878 zum Geh. Oberforstrat ernannt. Außer durch zahlreiche Abhandlungen in forstlichen Zeitschriften hat er sich als Schriftsteller einen Namen erworben durch sein Lehrbuch „Die Forsteinrichtunge (Dresd. 1871; 4. Aufl. 1885); er tritt darin für die von Preßler begründete «Reinertragslehrev ein. Das bekannte Handbuch von Ratzeburg: Die Waldverderber und ihre Feindes, bearbeitete er in 7. Aufl. vollständig neu (Berl. 1876). Seit 1868 leitet er die Redaction des «Tharander forstlichen Jahrbuchs 5. Im J. 1873 erschien der erste Jahrgang seines »Deutschen Forst-und Jagdkalendersv(2 Bde., Berl.), seit 1882 fortgesetzt von J. und Behm unter dem Titel Forst⸗ und Jagdkalenders».

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 902Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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