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ErdkundeBrockhaus 1882

Holyhead, im Walisischen Pen Caer Gybi, Marktstadt, Hafenplatz, ehemals Fischerort, auf der zum engl. Fürstentum Wales gehörigen Insel und Grafschaft Anglesey (s. d.), an deren Westseite auf dem durch einen Damm und eine Eisenbahn mit ihr verbundenen Eiland Holy gelegen, 38 km westlich von Beaumaris an der Menai-Straße, ist unregelmäßig gebaut und zählt (1881) 8543 E., die hauptsächlich Küstenhandel und Schiffbau betreiben. Der Ort hat Wichtigkeit als der Irland am nächsten gelegene Hafen, wohin auch, und zwar nach Howth bei Dublin, ein 104,6 km langer unterseeischer Telegraphendraht gelegt ist. Es findet hier die Hauptüberfahrt nach Kingstown, dem Hafen von Dublin, statt. Das Dampfboot schließt sich an die von London kommenden Eisenbahnzüge an, und die ganze Fahrt zwischen London und Dublin dauert so 14 Stunden Von 1847 bis 1873 wurde zu H. ein großer Zufluchtshafen gebaut. Derselbe wird von zwei 2937 und 610 m langen Wellenbrechern gebildet und umschließt ein Areal von 128 ha, das ein 457 m langer Damm zum Anlegen der Packetboote durchzieht. Neue Hafenanlagen wurden 17. Juni 1880 eröffnet. Die Insel Holy oder Holyhead steigt an ihrem Nordwestende in Holyhead-Hill 210 meempor und schließt an der Nordseite mit Anglesey die Holyheadbai ein.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 342Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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