FeedHolzapfel (Peter, Graf)
GeschichteBrockhaus 1882

Holzapfel (Peter, Graf), eigentlich Eppelmann, daher gräcisiert Melander, kaiserl. Feldmarschall, geb. 1585 in der Grafschaft Nassau als Sohn eines Bauern, widmete sich dem Kriegsdienste und war 1620 Oberster der Stadt Basel. Er kämpfte dann im Veltliner und im Mantuanischen Krieg, wurde 1633 Generallieutenant des Landgrafen Wilhelm von Hessen-Kassel, befehligte 8. Juli 1633 in der Schlacht bei Oldendorf das Centrum und trug viel zum Siege über die Kaiserlichen bei. Nach der Schlacht bei Nördlingen befehligte H. in Westfalen, mußte aber nach Friesland abziehen und wurde 1642 als des Verrats verdächtig aus dem hess. Dienst entlassen. Er trat in den Dienst des Pfalzgrafen von Neuburg, bald jedoch in kaiserl. Dienste, wurde in den Grafenstand erhoben und mit dem Oberbefehl in Westfalen betraut. Im J. 1646 eroberte H. Münster und Eifel, wurde 1647 Feldmarschall und übernahm nach Gallas' Tode den Oberbefehl über das kaiserl. Heer, welches er zunächst mit Geschick reoranisierte. Er schlug die Schweden unter Wrangel ei Eger, verfolgte dieselben nach Hessen und fiel 17. Mai 1648 bei Beginn der Schlacht bei Zusmarshausen. Vgl. Hofmann, Peter Melander, Reichsgraf zu H.u (Münch. 1882).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 348Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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