Homeyer (Eugen Ferd. von), Ornitholog, geb. 11. Nov. 1809 zu Herdin im Kreise Anklam, wurde namentlich durch die Bekanntschaft mit Christian Ludw. Brehm in die Ornithologie eingeführt und veröffentlichte 1837 eine Systematische Übersicht der Vögel Pommerns (Anklam). H. war viele Jahre Präsident der Gesellschaft für Ornithologie, welchen Posten er 1883 niederlegte, nachdem er bereits 1874 seinen ländlichen Besitz verkauft und sich in Stolp niedergelassen hatte. Seine bedeutendste Schrift ist: «Die Wanderungen der Vögel» (Lpz. 1881). Auch veröffentlichteer: «Deutschlands Säugetiere und Vögel, ihr Nutzen und Schadeno (Frankf. 1877) u. a. H. ist im Besitz der größten Sammlung europ. Vögel, welche überhaupt existiert. Homeyer (Karl Gustav), ausgezeichneter Kenner des deutschen Rechts, geb. 13. Aug. 1795 zu Wolgast in Neuvorpommern, studierte in Berlin, Göttingen und Heidelberg die Rechte, habilitierte sich 1821 in Berlin für deutsches Recht und wurde daselbst 1824 zum außerordentl., 1827 zum ord. Professor ernannt. Im J. 1845 wurde er außerordentliches Mitglied des Obertribunals, 1850 trat er in die Akademie der Wissenschaften, 1854 in das Herrenhaus ein. In dem gleichen Jahre wurde er Mitglied des Staatsrats und Kronsyndikus. Er starb 20. Okt. 1874. H. veröffentlichte: «Des Sachsenspiegels erster Teil oder das Sächsische Landrecht, nach der berliner Handschrift von 1369 herausgegebenv (zuerst Berl. 1827; 3. Ausg., Berl. 1861), «Des Sachsenspiegels zweiter Teil, nebst den verwandten Rechts-— bücherno (Berl. 1842—44). Daran schloß sich weiter an: „Der Richtsteig Landrechts nebst Cautele und Premis» (Berl. 1856). In zahlreichen Schriften, die in den Abhandlungen und Monatsberichten der Akademie der Wissenschaften zu Berlin erschienen, hat H. über die Handschriften des Sachsens iegels, über dessen Verhältnis zum Schwabenspiegel u. s.w. gehandelt. Die Schrift «über die Heimat nach altdeutschem Recht, insbesondere über das Hantgemalo (Berl. 1852) führte ihn auf das Studium der Haus⸗ und Hofmarken, denen er noch ein umfassendes Werk widmete: „Die Haus-⸗ und Hofmarkenv (mit 44 Tafeln, Berl. 1870). AIe —