Adams (Samuel), einer der Begründer der nordamerik. Unabhängigkeit, geb. 27. Sept. 1722 zu Boston, widmete sich anfangs der Theologie, mußte aber sein Studium abbrechen, nachdem sein Vater sein Kamm Vermögen verloren hatte. Er wurde jetzt Kaufmann und bei den unmittelbar nach Beendigung des Kriegs 1763 von der engl. Regierung gegen den amerik. Handel ergriffenen Maßregeln auf das Gebiet der polit. Opposition geführt. Er war einer der heftigsten Gegner der Stempelsteuer und reizte vor allem seine Mitbürger zum energischen Widerstand dagegen auf (1765). A. stand als Sprecher an der Spitze aller Meetings und war unablässig thätig, die Bewegung in Gang zu Mutt und auf die Trennung der Kolonien vom utterlande hinzuwirken. Seine Beredsamkeit und Energie waren ebenso groß als seine Ehrlichkeit und Uneigennützigkeit. Seit 1765 war er Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung von Massachusetts. Von ihm ging zuerst die Idee aus, Volksgesellschaften zu errichten, die miteinander durch Korrespondenz in Verbindung standen und ihren Vereinigungspunkt in Boston hatten, wodurch der Revolution ein mächtiger Vorschub geleistet wurde. Als Abgeordneter von Massachusetts zum Kongreß gesandt und diesem von 1774 — 82 angehörend, drang er alsbald auf den 140 mit England und war eifrig thäti bei Durchführung der Unabhängigkeitserklärung. Washingtons Bestrebungen für Stärkung der Macht der Bundesgewalt —* er dagegen für befohndhe Als einflußreiches itglied des Konvenks von Massachusetts, der 1788 die Annahme der neuen Bundesverfassung beriet und durchsetzte, gab A. für den ganzen Osten den eigentlichen Anstoß zum Anschluß der Nachbarstaaten. Im J. 1789 wurde er zum Vizegouverneur ind 1794 ies Gouverneur von en hohen Al gevählt, welches Amt er 1797 wegen hohen Alters nederlegte. Er starb arm, wie er 7* 2. Okt. 1803 zu Boston. Vgl. Wells, WLäte and public zervices of Samuel A.v (3 Bde., Boston 1865).