Hubertus, der Heilige, war um 700 —28 Bischof von Lüttich. Er war verheiratet, hatte einen Sohn, Raumds welcher ihm auf dem Bischofsstuhl folgte, und war Schüler seines Vorgängers Lambert. Nach der spätern Legende stammte H. aus einem vornehmen Geschlecht Aquitaniens, war unter König Theoderich III. Pfalzgraf und führte einen recht weltlichen Wandel. Als er einst am Feiertage jagte, erschien ihm ein Hirsch mit einem goldenen Kreuz zwischen dem Geweih. Dadurch zur Buße geführt, begab sich H. zum ischof Lambert, darauf nach Rom zum Papst Sergius I., welcher in einer Vision von Lamberts Tode unterrichtet und angewiesen ward, H. zu dessen Nachfolger zu weihen. Zu Ehren seines Vorgängers erbaute H. in Lüttich die prachtvolle Lambertikirche. Er starb 728 und wurde in der Peterskirche zu Lüttich beigesetzt. Im J. 744 wurden seine Gebeine in die Lambertikirche, 825 in das Kloster Andoin in den Ardennen übergeführt. H. ist der Patron der Jäger, und an seinem Im nachnett gr 3. Nov. (Hubertustag), werden noch jetzt große Jagden (Hubertusjagden) abgehalten. Im spätern Mittelalter wurden auch mehrere Hubertusorden gestiftet, z. B. der bayrische, der Heiiger und der kurkölnis — Vgl. Heggen, Des heiligen H. Leben und Wirkeny (Elberf. 1875).