FeedHubmaier (Balthasar)
ReligionBrockhaus 1882

Hubmaier (Balthasar), ein Wiedertäufer aus der Reformationszeit, geb. um 1480 zu Friedberg bei Augsburg, studierte zu Freiburg i. Br., folgte 1512 seinem Lehrer Eck nach Ingolstadt, wo er Prediger und Professor der Theologie wurde. Im J. 1516 als Pfarrer an die Domkirche zu Regensdurg berufen, mußte er, der Hinneigung zur Reformation verdächtig, diese Stadt verlassen und kam 1522 als Pfarrer nach Waldshut am Rhein. Hier schrieb er 1524 Achtzehn Schlußreden, so betreffen ein ganz christlich Leben, woran es gelegen isto, veranlaßte 1524 die Bürgerschaft von Waldshut die evang. Lehre anzunehmen, schloß sich jedoch dann aber 1525 den Schwärmern an und bekümpfte die Kindestaufe, das Ansehen der Obrigkeit u. s. w. Ende 1525 floh H. nach Zürich, dann nach Mähren, wo er bei den Herren von Lichtenstein in Nikolsburg Aufnahme fand. Als aber Mähren 1527 an König Ferdinand fiel, wurde H. mit seiner Frau nach Wien gebracht und Kaf dem nahen Schlosse Greiffenstein gefangen gehalten; 10. März 1528 starb er auf dem Scheiterhaufen; 13. Mär ward seine Frau in der Donau ertränkt. Vgl. Egli, „(Die züricher Wiedertäufer zur Reformationszeitv

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 425Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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