Hugi (Franz Jos.), schweiz. Naturforscher, geb. 23. Jan. 1796 zu Grenchen im Kanton Solothurn, studierte zuerst in Landshut kath. Theologie, wandte sich aber wäter in Wien naturwissenschaftlichen Studien zu, die er durch ausgedehnte Reisen namentlich in den Alpen und im Jura und durch die Gründung des naturhistor. Museums und des botan. Gartens zu Solothurn förderte. Nachdem er eine Zeit lang Direktor des Waisenhauses und Lehrer an der Realschule zu Solothurn gewesen, erhielt er 1833 die Professur der Physik und 1835 die der Naturgeschichte am Lyceum daselbst, wurde aber 1837 entlassen, weil er zum Protestantismus übergegangen war. Seine Beobachtungen vorzüglich über die Firn⸗ und Gletscherwelt benutzte er zu einer seitdem gänzlich aufgegebenen Theorie über die Gletscher, der die Schriften cüber das Wesen der Gletschero (Stuttg. 1842) und «Die Gletscher und die erratischen Blöckeß (Soloth. 1843) gewidmet sind. Andere Schriften von ihm sind: »Die Erde als Organismusv (Soloth. 1841) und MRaturhistor. Alpenreisenp (Soloth. 1830). H. starb 25. März 1855 zu Solothurn. Nach H., der 1828 und 1829 das Finsteraarhorn (s. d.) bestieg, ohne jedoch die Spiße vollständig zu erreichen, ist der Hugisattel im nordwestl. Gipfelgrat des Bergs benannt. 360.5. der westlichste Mündungsarm des Ganges (s. d.).