Hugo der Abt, oder der Große, oder der Weise, Graf von Paris und Herzog von Francien, Sohn des Grafen Robert aus dem Geschlecht der Capetinger (s. d.), welcher sich 922 zum König aufgeworfen hatte, aber 923 im Kampfe gegen den Karolinger Karl den Einfältigen gefallen war. Als Roberts Nachfolger, Rudolf von Burgund, 936 kinderlos starb, führte H. die Regierung im Namen des schwachen Sohnes des 929 gestorbenen Karl, Ludwigs IV., welcher ihm auch Burgund übertragen mußte. Im J. 938 heiratete er Hedwig, Schwester des Kaisers Otto I. Eine zweite Schwester Gerberga, Witwe des Herzogs Giselbert von Lothringen, heiratete 940 den König Ludwig. Doch fehlte es nicht an Zwistigkeiten zwischen diesem und H., der jenen sogar 945 zeitweise gefangen nahm. Otto d. Gr. hat wiederholt zwischen beiden vermittelt. Als H. 16. Juni 956 starb, teilten seine Söhne die Erbschaft so, daß H. Capet Francien, Odo Burgund erhielt. Letzteres erbte nach Odos Tod 965 der dritte Sohn Heinrich.