FeedHulda oder Holda
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Hulda oder Holda, ein Beiname der großen german. Göttin, der nordischen Frigg, von ihrer Huld gegen die Menschen entnommen, und wie Berchta zum scheinbar selbständigen Namen geworden, der in der Frau Holle der mitteldeutschen Volksüberlieferung fortlebt. Sie waltete über dem Segen der Erde und des Hauses; darum sind die elbischen Geister ihr Volk und die Seelen der ungeborenen Kinder bei ihr, in ihren Quellen oder in ihren Höhlen, und zu ihr kehren auch die Seelen der sterbenden Kinder zurück. Wie ihr Gemahl Wodan fährt sie mit ihrem Gefolge durch die Lüfte, den Guten Glück, den Bösen Unglück bringend. Bei der spätern Vermengung der Hexen mit den Elben wurden auch die Hexen zu dem Gefolge der H. gerechnet und die Hexenfahrten an vielen Orten als Hollenfahrt bezeichnet.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 448Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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