FeedHundeshagen (Joh. Christian)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Hundeshagen (Joh. Christian), namhafter sorstwissenschaftlicher Schriftsteller, geb. 10. Aug. 1783 zu Hanau, besuchte die Universität Heidelberg, wurde 1818 Lehrer an der staatswirtschaftlichen Fakultät zu Tübingen, 1821 Forstmeister in Fulda und Direktor der dortigen Forstlehranstalt, 1824 Professor in Gießen, wo er 1825 ein Forstlehrinstitut gründete. Hier starb er 10. Febr. 1834. Von seinen vielen forst⸗ und naturwissenschaftlichen Schriften sind vorzüglich zu nennen: »Encyklopädie der Forstwissenschafto (1. Abteil.: Forstliche Pro— duktionslehrev, Tüb. 1821; 4. Aufl., besorgt von Klauprecht, 1842; 2. Abteil.: Forstliche Gewerbs lehrer, Tüb. 1822; 4. Aufl., besorgt von Klauprecht 1843; 3. Abteil.: Lehrbuch der Forstpolizein, Tüb 1831; 4. Aufl., besorgt von Klauprecht, 1859) „Die Forstabschätzung auf neuen wissenschaftlichen Grundlagene (Tüb. 1826; 2. Aufl., von Klau precht, 1848), Lehrbuch der land⸗ und forstwirt schaftlichen Naturkunder (3Abteilungen, Tüb. 1827 —30; 4. Abteil., herausg. von Klauprecht, 1840). H. war Begründer einer neuen Formel⸗ oder Normalvorratsmekhode (s. Forsteinrichtung) zur Berechnung des Waldertrags, des sog. Nutzungsprozents, und schuf ein neues System der Forstwissenschaft, in welchem er die Forststatiks als besondere licen Auafte als Lehre von der Meßkunst der forstlichen Kräfte und Erfolges behandelt. Von einer durch H. begründeten Zeitschrift (1824): Beiträge zur gesamten Forstwissenschaft o, sind nur 8 Hefte erschienen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 467Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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