Jamblichus, neuplatonischer Philosoph, aus Chalcis in Cölesyrien, war ein Schüler des Porphyrius und starb um 330 n. Chr. Durch ihn artete die neuplatonische Philosophie in Dämonologie und Theurgie aus, weshalb er auch bei seinen Schülern den Ruf eines Geisterbeschwörers und Wunderthäters erhielt. An dem Kaiser Julian fand er, als Verteidiger des alten Götterglaubens, einen begeisterten Verehrer, was dazu beitragen mochte, ihm den Beinamen des Göttlichen zu geben. Von seinen vielen Schriften sind nächst einigen mathematischen noch übrig ein Bruchstück des Lebens des Pythagoras, über den er manches Seltsame und Fabelhafte berichtet, und eine Ermahnung zur Philosophie, beide von Kießling (Lpz. 1813 u. 1815) herausgegeben. Auch wird ihm eine Schrift über die ägypt. Mysterien, herausgegeben von Parthey (Berl. 1857), beigelegt, deren Echtheit aber verdächtig ist. W⁷7