FeedIbn-Doreid
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Ibn-Doreid (Abũü Bekr Muhammed ben al-Hasan), berühmter arab. Schriftsteller, geb. im J. 223 der Hedschra (838 n. Chr.) in Bassra und daselbst erzogen. Zwölf Jahre verweilte er in der arab. Landschaft Omän, ging dann nach Persien, später nach Bagdad. —— starb er im J. 321 der Hedschra (933 n. Chr.). J. verfaßte u. a. eine berühmte, aus 230 Versen bestehende Kassida Al-Makssüra v zu Ehren des Seldschukenfürsten Ihn-Mikäl und eine von F. Wüstenfeld (Gött. 1854) herausgegebenes genealog.⸗etymolog. Handbuch und ein Lexikon arab. Dichter. Ausgaben der Makssürav lieferten Ever-Scheid (Harderwijk 1768 u. 1786), Haitsma (Franeker 1773) und Boisen (Kopenh. 1828); holländ. Übersetzung von Bilderdijk (Haag 1798 u. 1808). Ion-Kuteih s. Aben-Esra. bu-Kuteiba (Abuü Muhammed Abdalläh ben Muslim), gewöhnlich Ibn-Coteiba genannt, arab. Linguist und Geschichtschreiber, geb. in Bagdad (nach andern in Kufa) im J. 213 der Hedschra (828 n. Chr.), gest. im J. 270 oder 276 (883 oder 889 n. Chr). Von seinen zahlreichen Werken ist das bekannteste das Geschichtswerk «Kitäab al-ma arifo (d. i. das Buch der Kenntnisse), herausgeg. von F. Wüstenfeld (Gött. 1850).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 522Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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