FeedIbn-Chaldün
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Ibn-Chaldün (Wali al-din Abu Zeid Abdzalrahmän al-Hadhrami), einer der größten arab. Geschichtschreiber, geb. im J. 732 der Hedschra (1332 n. Chr.) zu Tunis, ruh eine ausgezeichnete Erziehung und trat schon früh in den Dienst des Beherrschers von Fez. Im J. 784 begab er sich nach Alexandria, dann nach Kairo, wo er Vorlesungen hielt. Nach einem sehr bewegten Leben und nachdem er verschiedene bert Stellen, namentlich in Agypten und Syrien bekleidet, starb er als malekitischer Großrichter in Kairo im Ramadhän des J. 808 (März 1406). Sein berühmtestes Werk ist eine Geschichte der Anfänge der Nationen, vorzüglich der Araber und Berbern und der Begebenheiten, welche sich später zugetragen haben. Voll von interessanten Lunebhe noch e ist die dazugehörige Einleitung, welche noch jetzt für die türk. Staatsmänner die Hauptquelle ihrer staatswissenschaftlichen Studien bildet. Diese Einleitung oder „Prolegomenay sind wiederholt gedruckt (Par. 1858, mit übers. von Guckin de Slane, Bd. 1—3, Par. 1863, Beirut 1882), wie auch die Geschichte der Araber und Berbern (Par. u. Algier 1847 —51, mit übersetzungen von G. de Slane, Bd. 1—3, Algier 1852 — 56) herausgegeben ist.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 521Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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