Ich bezeichnet im allgemeinen das Selbstbewußtsein der sich selbst als solche erkennenden geistigen Person. Während das Kind anfänglich von sich wie von jedem andern in der grammatisch sog. dritten Person spricht, beginnt es plötzlich die Einheit des Subjekts und des Objekts in diesem einzigen Falle zu begreifen und sein eigenes Selbst zu erfassen, von welchem Augenblick an es sich als eine sich selbst gleichbleibende Person dem Wechsel seiner Zustände gegenüberstellt. Den Inhalt dieser Tastem seine ildet bei jedem Einzelnen das ystem seiner konstanten Vorstellungen, unter welchen anfangs diejenige des eigenen Körpers die wichtigste ist, später aber die fest gewordenen Formen des geistigen und sittlichen Lebens die Hauptrolle spielen. Das Ich ist somit das letzte und höchste, das konzentrierteste und innerlichste Produkt der psychol. Bewegung, und es bildet seinerseits wieder den vielseitigsten und mächtigsten Ausgangspunkt aller höhern Formen des psychischen Lebens. Diesem dempirischen Ichy gegenüber hat die deutsche Philosophie in Kant und namentlich in Fichte von einem Kabsoluten oder transscendentalen Ich » gesprochen und darunter das gesetzmäßige Wesen der Weltvernunft verstanden, welche, sich selbst der einzige Gegenstand ihrer Thätigkeit, der Urquell alles vernünftigen Lebens, d. h. des gesamten Weltprozesses, sein sollte. (S. Deutsche Philosophie.,