Ilg (Albert), Kunstschriftsteller, geb. 11. Okt. 1847 zu Wien, studierte zuerst Germanistik, dann Kunstgeschichte daselbst, war hierauf Hilfsarbeiter im Osterreichischen Museum für Kunst und Industrie, wurde 1873 Docent der Kunstgeschichte und 1876 Vorstand der zweiten Gruppe der kunsthistor. Sammlungen des Kaiserhauses. Für die von Eitelberger herausgegebenen «Quellenschriften für Kunstgeschichtes (Wien 1871 fg.) übersetzte und kommentierte er Cenninis 4Buch von der Kunsto, Heraclius' „Von den Farben und Künsten der Römerv, Biondos Von der hochedeln Malereiv, Condivis „Leben des Michel Angelo (mit Rud. Valdek), Theophilus' «Scheédula diversarum artiumv. Ferner veröffentlichte er: Küber den kunsthistor. Wert der Hypnerotomachia Poliphiliv (Wien 1872), „Die Glasindustriey (mit Lobmeyr und Boeheim, Stuttg. 1874), «Die kunstgewerblichen Fachschulen des k. k. Handelsministeriumso (Wien 1876), (Geschichte und Terminologie der alten Spitzenv (Wien 1876). „Ornamente für Architektur und Kunstindustries (Wien 1876), „Wiener Schmiedewerk des 18. Jahrh.» (mit Kabdebo, Dresd. 1878 fg.), (Zeitstimmen über Kunst und Künstler der Vergangenheite (Wien 1881). Neuerdings arbeitet J. an einer Geschichte der beiden Architekten Fischer von Erlach.