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ErdkundeBrockhaus 1882

Imst, Marktflecken und Hauptort im Oberinnthal (Tirol), alten Ursprungs, an der Einmündung des Gurgelthals in das Innthal, nach dem Brande von 1822 neu aufgebaut, 50 kmuwestlich von Innsbruck, Bahnstation der Arlbergbahn, wird vom Malch- und Alpbach durchströmt, ist Sitz einer Be— zirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, hat eine Volks- und Fortbildungsschule, ein Kapuzinerkloster, ein Institut der Barmherzigen Schwestern, die das Spital und die Kleinkinderbewahranstalt versehen, und eine got. Pfarrkirche, und zählt (1880) 2413 CE., welche eine Papier⸗ und Holzstofffabrik, zwei Baumwollwebereien, Druckereien, Färberei, größere Gerberei und zwei Bierbrauereien unterhalten. Bemerkenswert ist der Kalvarienberg mitten im Orte (bester Aussichtspunkt); in der Nähe ist die Rosengartlklamm, eine wildromantische Felsenschlucht, Gunglgrün und Vogelbühel, auf der westl. Bergstufe gelegen, mit schöner Aussicht, Schloß Starkenberg (Brauerei) und Altstarkenberg, sowie die Kapelle bei Brennbüchl (s. d.). Die Umgebung beherrschen östlich der pyramidale, 2300 m hohe Tschirant, westlich der Muttenkopf (2767 m) mit großartiger, weitumfassender Aussicht und einer Alpenvereinshütte. J. ist der Ausgangspunkt für die Touren ins Otzthal, Pitzthal und Kaunserthal, sowie ins Lechthal.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 558Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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