Ischion (Ischium, grch.), Hüfte, Hüftgelenk, os ischli, das Sitzbein; ischiadisch, auf das Sitzbein bezüglich. [Skutari. hauptmannschaft Gmunden, im Mittelpunkte des Salzkammerguts, an der Salzkammergutsbahn, 467 m über dem Meere auf einer von der Traun und der Ischl gebildeten Halbinsel gelegen und umgeben von hohen pittoresken Kalkalpen, ist Sitz eines Bezirksgerichts und zählt (1880) 2124, als Gemeinde 7678 E. Der Markt wurde 1822 zum Kurort erhoben und wird jetzt jährlich von mehr als 6000 Kurgästen und einer großen Anzahl Touristen besucht. J. hat Sol⸗-, Fichtennadel⸗ und Salzdampfbäder, Inhalations⸗ und Molkenkur, Schwefelquell⸗ und Kaltwasserheilanstalt und ist seit 1856 der regelmäßige Sommeraufenthalt der kaiserl. Familie, sowie der Lieblingsaufent alt des österr. Adels, der Wiener und vieler Ausländer geworden. Bemerkenswert sind die kaiserl. Villa mit prächtigem Park, das 1875 erbaute neue Casino, die lath. Pfarrkirche mit schönen Freskogemälden, das Theater, das Amtshaus mit Bezirksgericht und zahlreiche Villen. In den Salzsiedewerken, zu welchen die Sole aus dem in der Nähe befindlichen Salzberg, sowie von Hallstatt in Röhren unter⸗ —. geleitet wird, werden jährlich 200000 Ctr. Salz gewonnen. Vgl. Kottowitz, «Kurort J. in Osterreich (2. Aufl., Linz 1882); J. und seine Umgebung » (6. Aufl., bearbeitet von Geuter, Gmunden 1883).