Insubrer, das bedeutendste der keltischen Völ— ker, die seit dem 6. Jahrh. v. Chr. von dem transalpinischen Gallien aus die Alpen überschritt und die Etrusker aus dem transpadanischen Niederlande verdrängte. Die J. siedelten sich zwischen den Flüssen Tessin und Oglio an; ihr Hauptort wurde Mediolanium (Mailand). Mit den Römern begannen ihre Zusammenstöße, als sie 226 und 225 v. Chr. die Bojer bei deren Angriff auf Etrurien unterstützt hatten, und nun jene im J. 224 nach Eroberung des bojischen Gebiets den Po erreichten. Der Kampf, den im J. 223 Gajus Flaminius gegen die J. eröffnete, wurde 222 durch M. Claudius Marcellus und Gnäus Cornelius Scipio, welcher letztere Mediolanium erstürmte, zu Gunsten der Römer entschieden. Der Ausbruch des zweiten Punischen Kriegs und (218) Hannibals Ankunft in Oberitalien riß die JI. noch einmal zum Aufstand gegen Rom fort. Erst nach längern neuen Kämpfen, die 199 v. blei begannen, fügten sich die J. seit 196 v. Chr. bleibend unter die röm. Suprematie. In succum et sanguinem vertere (lat.), in Saft und Blut umwandeln, ganz in sich aufnehmen, sich zu eigen machen.