Intaphernes (altpers. Vindafrana) war einer der sechs Perser, die mit Darius vereint den falschen Smerdis, den Magier Gaumata töteten. J. soll, nach Herodot, im Kampfe mit dem Usurpator ein Auge verloren haben. Nach desselben Geschichtschreibers Angabe soll er auch bald nach Darius' Thronbesteigung mit fast allen seinen Söhnen und Hausgenossen getötet worden sein, weil er mit Gewalt in den Palast habe dringen wollen, wobei er den ihm widerstehenden Wächtern Nasen und Ohren abgehauen habe. Der Gattin sei auf ihr Flehen das Leben eines von ihr zu wählenden Verwandten zugestanden worden; sie habe ihren Bruder bezeichnet, weil sie diesen nach dem Tode ihrer Eltern nicht ersetzen, dagegen später mit einem andern Gatten andere Kinder haben könne. Der König habe aus großer Gnade noch den ältesten Sohn freigegeben, die andern aber töten lassen. Dieselbe Sage findet sich auch anderswo im Orient verbreitet. Die Inschrift von Bisutun bestätigt glänzend Herodots Angabe insofern, als sie unter den sechs Verschworenen wirklich den J., Sohn des Bospares (Vayaspära) nennt; sie empfiehlt aber J., wie seine Genossen und deren Familien, dem Wohlwollen der Nachfolger des Königs. Da der Text mindestens zehn Jahre nach Darius' Thronbesteigung verfaßt ist, I. also noch lange nachher gelebt hat, mag die von Herodot erzählte Geschichte auf einer Sage beruhen. für die künstlerische Einlage von Holz in Holz, im Unterschied von Mosaik als Zusammensetzung von Steinen, sowie im Unterschied von Tauschierarbeit als der Einlage eines Metalls in ein anderes. Man legte ein helleres Holz in ein dunkleres, oder umgekehrt, färbte auch später die Hölzer. Die Arbeit war in früherer Zeit vorzugsweise italienisch, und zwar fällt die Blüte in das 15. Jahrh., in die Zeit der Frührenaissance. Aus dieser Epoche sind noch viele und schöne J. erhalten, zumal in den Kirchen an den Chorstühlen, so z. B. im Chor der Kirche Santa-Maria Novella in Florenz. Diese Beispiele sind meistens ornamental gehalten. Als aber die Kunst in das 16. Jahrh. hinüberging, erweiterte sie sich nach Gegenstand und Anwendung. Sie bedeckte nun Möbelstücke, insbesondere Kabinettkästen, mit bildlicher Darstellung, mit Architekturen, Landschaften und auch Figuren. So wurde sie am Ende des 16. und im 17. Jahrh. alsdann auch in Augsburg, Nürnberg, am Rhein und in Holland geübt, und als sich unter Ludwig XIV. die franz. Kunstindustrie erhob, fand sie in Paris als Marqueterie einen blühenden Sitz, den sie im ganzen 18. Jahrh. behauptete. Selbst in den Empirestil ging sie hinüber und hat in den letzten Jahrzehnten unter dem zweiten Kaiserreich erneuerten Aufschwung genommen. Die spezifisch franz. Phantasie- und Lurusmöbel im Stil Ludwigs XV. und Ludwigs XVI. haben diesen Schmuck vor andern bevorzugt. Neuerdings werden Intarsien oder Marqueteriearbeiten, sowohl für Möbel als auch für Lambris (Täfelwerk einer Wand), auch in England mit großer Feinheit und Vollendung verfertigt, während die deutsche Kunstindustrie statt dessen die geschnitzte Arbeit begünstigt.