Intensive Wirtschaft nennt man im Gegensatz zur extensiven Wirtschaft diejenige Form des landwirtschaftlichen Betriebes, bei welcher das Betriebskapital, namentlich also auch der Aufwand für Löhne, Bünger, Kraftfutter u. s. w. im Verhältnis zu der bewirtschafteten Fläche vergleichsweise groß ist. Es wird also unter solchen Umständen ein großer Rohertrag mit großen Kosten erzielt, und es wird von den könkreten Preisverhältnissen. abhängen, ob bei intensiver Wirtschaft das gesamte Grund⸗ und Betriebskapital einen größern oder geringern Gewinn ergibt als bei extensiver Wirtschaft.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 631Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei