FeedIréêne
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Iréêne, richtiger (arch.) Eirene, die Friedensgöttin, eine Tochter des Zeus und der Themis, die jüngste der Horen (s. d.), hatte in Athen einen Altar, an dem ihr unblutige Opfer dargebracht wurden. Infolge eines für die Athener sehr günstigen Friedens mit Sparta wurde der Eirene seit 374 v. Chr. alljährlich ein öffentliches Opfer dargebracht, und ihr eine Statue mit dem als Kind dargestellten Gott des Reichtums Plutos auf dem Arme auf dem Markte zu Athen errichtet, von der die sog. Ino-Leukothea in München eine Nachbildung ist. Eine andere Statue der Göttin stand im Prytaneion. In Rom errichtete Vespasian der Friedensgöttin (V ax) einen prächtigen Tempel.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 658Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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