FeedIsis
ErdkundeBrockhaus 1882

Isis, der Name des 42. Asteroiden. (S. unter sis, Name des obern Laufs der Themse (s. d.). sium, Kreisstadt im russ. Gouvernement Charkow, am Donez, 141 km südöstlich von Charkow, mit (1882) 24 651 E., treibt ansehnlichen Handel mit Wolle, Bauholz, Honig und Wachs und hat eine große Wollwäscherei, drei Talgsiedereien, zwei Wachssiedereien und mehrere Töpfereien. Soristtellers (d. i. Alexander), Pseudonym des riftstellers Alexander Herzen (s. d.). skanderijeh, s. Alexandria (lin Agypten). skanderün, kleinasiat. Hafenort, s. Alexanrette. Jokardo, Hauptstadt von Baltistän (s. d.) Ister oder Iskra, der Oskios der Griechen und Oscus der Römer, ein rechter Nebenfluß der Donau, entspringt in 960 m Höhe bei Samakow am Rilo-Dagh und durchschneidet in engem Thale den Balkan, wonach er in vielfach gewundenem Laufe, weder flößbar noch schiffbar, Bulgarien durchzieht und nach einem Laufe von 240 E6m oberhalb der Alutamündung in die Donau fällt. skimid, s. Ismid. skudar, türk. Stadt in Kleinasien, s. Sku-Sla (José Francisco de), span. Satiriker, geb. im April 1703, nach andern erst 1714 zu Segovia, zeichnete sich als Mitglied des Ordens der Jesuiten in mehrern Klöstern als Lehrer und Prediger aus und ging 1767 nach der Vertreibung der Jesuiten aus Spanien nach Bologna, wo er im Dez. 1783 starb. Schon in seinen Jugendwerken La juventud triunfanten (1727) und Dia grande de Navarra (Madr. 1746) zeigte er sich als talentvollen Satiriker. Eine bleibende Stelle in der span. Litteratur erwarb ihm seine unter dem Namen Don Francisco Lobon de + herausgegebene Historia del famoso predicador Fray Gerundio de Campazas, alias Zoteso beuslar 1758), die in dem ironisch dargestellten Lebenslaufe des Helden die span. Predigermönche jener Zeit in solcher Weise persifliert, daß das Buch von der ½½½ verboten wurde und der zweite Teil erst 1770 mit fingiertem Druckorte Campazas (d. i. Madrid) a costa de los herederos de Fray Gerundios erscheinen konnte. Es ist das vorzüglichste Sittengemälde Spaniens im 18. Jahrh. Eine franz. Ubersetzung dieses Werks .Rond Cardini (Par. 1822), eine englische Baretti (Lond. 1771), danach eine deutsche Bertuch (Lpz. 1773). In den spätern Ausgaben (Coleccion de varias piezas relativas à la obra de Fray Gerundiop, 3 Bde., Campazas 1804 u. öfter) erschien das Werk mit einem aus dem Italienischen übersetzten dritten Teile vermehrt. Unter seinen übersetzungen aus dem Französischen ist die nach seinem Tode erst (7 Tle. in 4 Bdn., Madr. 1797 u. öfter) erschienene des 4Gil Blas von Lesage berühmt und merkwürdig dadurch, daß J. für einen von einem Spanier 1635 verfaßten oman ausgab, den Lesage in einer Abschrift benutzt habe. (Vgl. Franceson, Essai sur la question de Poriginalité de „‚Gil Blas“v, Lpz. 1857.) Nach seinem Tode erschienen auch seine Cartas familiares 5 (6 Bde., Madr. 1790) und Rebusco de sus obras literariass (2 Bde., Madr. 1797). Eine Auswahl seiner Werke gab 1850 P. F. Monlau heraus. Sie bildet den 15. Band der Biblio⸗

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 685Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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