Ituräa, im Altertum eine Landschaft östlich vom obern Jordan, deren Ausdehnung sich jedoch nicht mit Gewißheit nachweisen läßt; möglicherweise ist sie im heutigen Djedur zu suchen, also südöstlich vom Großen Hermon (Dschebel 8 Heril- und füdwestlich von Damascene, im W. der Pilgerstraße (Derb el-Hadj) von Damascus nach Mekka. Der Name des Landes wird auf Jetur, den Sohn Ismaels, zurückgeführt (1 Mos. 25, 15). Die raublustigen Ituräer, welche oft die nach Damascus führenden Handelsstraßen unsicher machten, befehdeten nicht felten die Israeliten, wurden 107 v. Chr. durch Antigonos, den Bruder des Hasmonäers Aristobulos, besiegt und gewaltsam zum Judentum bekehrt, später durch Pompejus gezüchtigt; unter Kaiser Claudius kam ihr Gebiet an die Provinz Syrien. Wie ehemals J., so bietet noch heute Diedür treffliche Weideplätze. Vgl. Münter, „De rebus Ituraeorumo (Kopenh. 1824).