Ammergau (in Oberbayern), s. unter Ammer (Fluß) und Oberammergau. Ammerland heißt ein Landstrich im westl. Teile des Großherzogtums Oldenburg längs der Grenze des preuß. Landdrosteibezirks Aurich, im NW. der Stadt Oldenburg, mit den Kirchspielen Apen, Bler-Ueden Westerstede, Edewecht, einem Teil von Ratede u. s. w. Der Boden ist teils sandig, teils moorig, teils sehr fruchtbares Ackerland und trägt Holz, Hachs, Hopfen und Getreide. Das jetzige A. ist nur ein Teil des uralten, an der fries. Grenze gelegenen Ammergaues (Pagus Ammeri) des Herzogtums Sachsen, der südlich vom Jadebusen an der Hunte hinauf bis Wardenburg und westwärts bis zur Vehne hinüberreichte, die Orte Rastede, Wiefelstede, Meyenhausen, Westerstede, Apen und Oldenburg enthielt und mit dem südlich angrenzenden, zu beiden Seiten der Hunte gelegenen Lerigau (Laringia) das alte Stamm⸗ und Hauptland der Grafen von Oldenburg bildete. In alten Zeiten galt hier ein eigenes Recht, das Ammerrecht, welches teilweise, besonders in Erbschaftssachen, bis in die neuere Zeit Anwendung gefunden hat.