FeedJahn (Heinr. Albert)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Jahn (Heinr. Albert), Altertumsforscher, Sohn des Philologen Karl Christian J. (geb. 24. Febr. 1777 zu Olsnitz im sächs. Vogtlande, gest. als Professor der Philologie in Bern 31. Juli 1854), wurde geb. 9. Okt. 1811 zu Bern, studierte daselbst, sowie in Heidelberg und München Theologie und Philologie, war 1836—38 Lehrer am Gymnasium in Biel, seit 1838 in Bern, und erhielt w1853 daselbst eine Anstellung als Archivadjunkt, später als Bibliothekar. Seine philologische Thätigkeit erstreckte sich namentlich auf die griech. Kirchenväter; auf historisch-archäolog. Gebiete schrieb er unter andern: »Der Kanton Bern, deutschen Teils, antiquarisch-topogr. beschriebend (Bern u. Zür. 1850), «Chronik oder geschichtliche, ortskundliche und statistische Beschreibung des Kantons Bern alten Teilso (Bern u. Zür. 1857), „Die keltischen Altertümer der Schweiz, zumal des Kantons Berno (Bern 1860), Emmenthaler Altertümer und Sageno (Bern 1865), Die Geschichte der Burgundionen und Burgundiens bis zum Ende der J. Dynasties (2 Bde., Halle 1874) u. s. w.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 778Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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