Janus Pannonins, der bedeutendste ungar. Humanist des 15. Jahrh., geb. 29. Aug. 1434 zu Czezmicze in Slawonien, daher gewöhnlich Johannes von Czezmicze (früher fälschlich: Cesinge) genannt, studierte in Ferrara und Padua und wurde 1458 Koadjutor seines Oheims, des Bischofs Witäz von Großwardein. König Matthias ernannte ihn 1459 zum Bischof von Fünfkirchen. Nachdem er 1464 den Feldzug gegen die Türken mitgemacht, ließ er sich 1471 in die Verschwörung ein, welche sein Oheim, nunmehr Primas von Ungarn, gegen König Matthias angezettelt hatte. Nach dem Fehlschlagen dieses Unternehmens flüchtete I. nach Kroatien, wo er in Bärenburg, Ende 1472, starb. Eine vollständige Ausgabe seiner Werke erschien in zwei Bänden (Utrecht 1784; mit zahlreichen Nachträgen in Eugen Abels Analéctas, Budapest 1880). Außer guten Übersetzungen aus dem Griechischen und mehrern eigenen Reden, sind besonders seine in formeller Beziehung vollendeten Gedichte von Bedeutung. mann, geb. 27. März 1823 zu Angers, wurde 1850 Unterpräfekt in St.⸗Etienne, 1852 Präfekt im Depart. Lozere, 1856 im Depart. Cure, 1869 im Depart. Morbihan, 1870 aber zur Disposition gestellt. Beim Ausbruch des Deutsch-Französischen Kriegs zog er sich in die Schweiz zurück, wurde aber 1871 auf Veranlassung des Präsidenten Thiers verhaftet, wegen verschwenderischer Verwaltung angeklagt und zum Ersatz einer Summe von 110832 Frs. verurteilt, deren Verwendung während seiner Verwaltung von ihm nicht gerechtfertigt werden konnte. J. gründete hierauf 1874 zu Angers ein bonapartistisches Journal: „Le Courrier d'Angersv und wurde 1876 zu Bernay in die Deputiertenkammer gewählt. Er starb 27. Febr. 1884 zu Paris.