FeedJaroslaw I.
GeschichteBrockhaus 1882

Jaroslaw I., Großfürst von Kiew 1015—54, der hervorragendste von den vielen Söhnen Wladimirs I., hatte als künftiges Erbteil von seinem Vater Nowgorod erhalten. Nach dem Tode desselben setzte Sswjätopolk von Turow sich in den Besitz von Kiew, worauf er einige der übrigen Brüder durch Mord beseitigte. Im J. 1019 war es J. gelungen, Sswjätopolt völlig zu besiegen. Nach dem Tode seines ältern Bruders Mstislaw (1039) war er Herr des ganzen damaligen Rußland mit Ausnahme des polotzkischen Teils. Unter den von ihm gegründeten Städten sind besonders Jaroslaw an der Wolga und Jurjew (Dorpat) im Lande der Liven zu nennen. Auch die unter der Bezeichnung Rüsskaja Prawday bekannte Sammlung von Verordnungen und Satzungen wird ihm zugeschrieben. Die bis auf Iwan IV. sich fortsetzende Entwickelung des Systems der Teilung der Fürstentümer nimmt mit den Söhnen J.s ihren Anfang.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 815Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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