FeedJosephson (Jak. Axel)
MusikBrockhaus 1882

Josephson (Jak. Axel), namhafter schwed. Tondichter, geb. zu Stockholm 27. März 1818, von jüd. Abkunft, trat in der Jugend zum Christenium über, absolvierte seine akademischen Studien in Upsala, wo er 1842 promovierte, widmete sich dann der Musik, erhielt nach mehrjährigen Studienreisen 1819 eine Anstellung als Musikdirektor an der obengenannten Universität und 1868 den Professorstitel. Als Dirigent der dortigen akademischen Kapelle und Philharmonischen Gesellschaft hat er eine —r — Wirksamkeit geübt. Seine melodiösen Lieder, Romanzen und Männerchöre (3. B. Värt darnen, Ariono) sind allgemein beliebt; auch meh— rere seiner Kompositionen im Kirchenstil (ein Kyries, ein Quando Corpuso u. a.) sind von bleibendem Wert. Er starb Upsala 29. März 1880. Sein Bruder Ludwig Oskar J., geb. 20. Febr. 1832 zu Stockholm, jetziger Direktor des neuen Theaters in Stockholm, hat als Bühnendichter und Dramaturg sich einen Namen gemacht.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 892Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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