FeedJuel (Niels)
GeschichteBrockhaus 1882

Juel (Niels), berühmter Admiral Dänemarks, geb. 8. Mai 1629 in Kopenhagen, studierte auf der Akademie von Soröe und begab sich 1650 nach Frankreich und Holland, um dort nautische Theorie zu studieren. Bei Ausbruch des Kriegs zwischen Holland und England trat er in holländ. Dienste, nahm an dem ruhmvollen Seezuge von 1652 bis 1654 unter Tromps Oberbefehl teil und begleitete De Ruiter auf dessen Zug gegen die Barbareskenstaaten in das Mittelmeer; 1656 nach Dänemark zurückgekehrt, wurde er in dem Kriege Dänemarks gegen Schweden 1659 zum Geschwaderchef ernannt und zeichnete sich unter dem Oberbefehl De Ruiters, den Holland mit einer Flotte zu Hilfe geschickt, bei der Belagerung von Kopenhagen aus. Dem Friedensschluß von 1660 folgte 1675 ein neuer Krieg mit Schweden, in dem J. eine Hauptrolle spielte. Nachdem er 1676 mehrere Kreuztouren in der Ostsee gemacht, segelte er an der Spitze einer Flotte von 18 Schiffen nach Gottland, landete und bemächtigte sich der Insel, die von den mitgeführten Landtruppen besetzt wurde. Schweden rüstete infolge dessen eine mächtige Flotte von 44 Linienschiffen. J., dessen Flotte sich inzwischen auf 25 Schiffe vermehrt hatte, traf 4. Juni 1676 den Feind zwischen Bornholm und Rügen und zwang ihn zum Rückzug. Der König ernannte ihn hierauf zum Gouverneur von Gottland und sandte ihm eine Verstärkung von 9 Schiffen. Am 11. Juni kam es abermals bei der Insel Hland zur Schlacht, in der die schwed. Flotte in die Flucht geschlagen wurde. Im folgenden Jahre schlug J. in der Nähe von Warnemünde den schwed. Admiral Sjoeblad und lieferte dann 1. Juli 1677 die denkwürdige Seeschlacht in der Kjögebucht, wodurch er seinen Hauptruhm begründete. Die Schweden waren 36, die Dänen 25 Schiffe stark, trotzdem wurden erstere geschlagen, nahm ihnen 7 Schiffe, verfolgte sie bis Bornholm und zerstörte noch 3 Schiffe. Nach dem Kriege schenkte der König J. für sich und seine Nachkommen die Insel Taasing in der Nähe von Fünen. J. starb 8. April 1697 in Kopenhagen. Ein Bruder J.s, Jan J., war ebenfalls Seeoffizier, kämpfte mehrfach unter seines Bruders Befehl, avancierte bis zum Vizeadmiral und war 1679 Bevollmächtigter Dänemarks bei dem Friedensschluß zu Lund. [Planeten.) newa, der Name des 139. Asteroiden. (S. u. uften oder Juchten (frz. cuir de Russie, engl. Russian leather), ein sehr festes, dichtes und geschmeidiges, mit Birkenteeröl eingeriebenes, daher stark riechendes Rinds-oder Roßleder, das früher ausschließlich in Rußland bereitet wurde, jetzt aber auch in andern Ländern, besonders in Ssterreich, fabriziert wird und, rot oder schwarz gefärbt, teils als Oberleder zu Stiefeln und Schuhen, teils zu Galanteriewaren, Bucheinbänden, Riemer⸗ und Portefeuillearbeiten Verwendung findet. über die Bereitung s. unter Lederfabrikation. . 05 rechtsseitiger Nebenfluß der Suchona im russ. Gouvernement Wologda, 463 km lang, hat einen sehr geschlängelten Lauf und ein sehr verwildertes Bett, sodaß die Schiffahrt bei der reißenden Strömung des Flusses nicht gefahrlos ist. Bedeutendster Nebenfluß ist rechts die schiffbare Lusa.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 914Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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