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Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Julg 6 s. Julklapp. ülg (Bernh.), Philolog und Sprachforscher, geb. 20. Aug. 1825 zu Ringelbach im Großherzogtum Baden, erhielt seine Vorbildung auf den Gymnasien zu Offenburg und Mannheim und widmete sich 1844—48 auf den Universitäten zu Heidelberg und Berlin dem Studium des klassischen Altertums und der vergleichenden Sprachforschung. Nachdem J. 1848—51 in Heidelberg, Freiburg und Rastatt als Gymnasiallehrer fungiert hatte, wurde er 1851 außerord. Professor der klassischen Philologie in Lemberg, wirkte dann 1853—63 als ord. Professor dieser Wissenschaft an der Universität zu Krakau und fungiert in gleicherEigenschaft seit1863 zu Innsbruck. Neben der vergleichenden Sprachwissenschaft, wobei er außer dem Sanskrit meist das Studium der ostasiat. Sprachen im Auge hat, liegt er auch der vergleichenden Sagenforschung ob. Von JI.s wissenschaftlichen Publikationen sind die wichtigsten: (J. S. Vaters Litteratur der Grammatiken, Lexika und Wörtersammlungen aller Sprachen der Erde v (2. Aufl., Berl. 1847), «Die Märchen des Siddhiküre (Lpz. 1866), (Mongol. Märcheno (Innsbr. 1867), „Mongol. Märchensammlung. Mongolisch und deutsch' (Innsbr. 1868; die deuts che übersetzung auch besonders: Mongol. Märcheno», Innsbr. 1868), „Die griech. Heldensage im Widerschein bei den Mongolenv (Lpz.1869),40 Über Wesen und Aufgabe der Sprachwissenschafts (Innsbr. 1868), On the present state of Mongolian researchesv (Lond.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 917Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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