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AllerleiBrockhaus 1882

Juxta (lat., daneben, dabei) heißt der an Lottozetteln, manchen Lotterielosen und andern ähnlichen kleinen Wertpapieren, meist an deren schmaler linker Seite, befindliche Streifen. Derselbe ist verschieden gemustert und wird bei Ausgabe des Loses teilweise derart von dem Wertpapier getrennt, daß der eine Teil an demselben bleibt, während der andere Teil von dem Aussteller (Kollekteur u. s. w.) zurückbehalten wird. Die V. dient dann, da die beiden getrennten Teile in Trennungsfläche und Muster genau aneinanderpassen müssen, zur Kontrolle der Echtheit des Loses. uxtaposition (neulat.), Nebeneinanderstellung, 3. B. von aten. die dadurch verschiedenen Stellenwert erhalten; das Wachsen anorgan. Körper durch Ansetzen neuer Schichten von außen, im Gegensatz zu dem Wachsen organ. Körper von innen heraus. hyepoor, s. Dschaipur. ylland, der dän. Name für Jütland. yntia, s. Dschaintia. ynx, s. Wendehals. Keist der elste Buchstabe unsers Alphabets. Die semit. Sprachen besitzen zwei ähnliche Laute, von denen der eine unserm ektentspricht, der andere tiefer im Kehlkopf (mit sog. Emphase) ertönende in neuerer Zeit bei Umschreibung morgenländ. Worte durch abendländ. Schriftzeichen gewöhnlich durch g wiedergegeben wird. Die Zeichen für beide Laute gelangten aus dem ältern semit., namentlich dem phön Alphabet in das griech. Alphabet, wo der phöniz. Name des k (*) in kappa, der des q () in koppa umgestaltet wurde. Beide Buchstaben finden sich auf Münzen und Inschriften aus früherer Zeit noch unterschieden. Da aber ein lautlicher Unterschied zwischen beiden im Griechischen nicht vorhanden war, so kam das koppa bald außer Gebrauch. Nur als Zahlzeichen wurde es noch bis in spätere Zeit beibehalten und bezeichnete, gemäß seiner ursprünglichen Stelle zwischen den Buchstaben pi und rho, die Zahl 90. In dem röm. Alphabet, das ebenfalls beide Buchstaben aufnahm, ist K durch O, welches auch vor e und i stets wie k lautete, ersetzt worden; nur in einzelnen Fällen, wie z. B. im Worte Kalendae und im Namen Kaeso, pflegte man sich des k noch zu bedienen. Das q, welches jedoch nur in der Lautverbindung ky vorkommt, hatte im Lateinischen denselben Laut wie k. Dasselbe gilt auch von dem Gotischen, wie die Lautverbindung ky durch ein einziges Schriftzeichen, das ꝗ, bezeichnet wird, und den neuern german. Sprachen, wo man q vor » (u) in herkömmlicher Weise anstatt K zu schreiben pflegt. Der Laut K gehört nach der gewöhnlichen Einteilung der Konsonanten zu den Gutturalen (mit g und im ursprünglichen Indogermanischen gh) und bildet in dieser Reihe den tonlosen Laut (die tenuis). Das deutsche k entspricht stets einem ursprünglichen (auch lat.⸗ griech.) g, z. B. lat. genu, got. kniu (Knie); das got. und niederdeutsche k ist durch die sog. zweite Lautschiebung im Hochdeutschen zum Teil zu ch geworden, z. B. griech. 1e, got. mikils, althochdeutsch michil. Als Abkürzungszeichen steht K (früher auch ka) im Lateinischen fur Kalendae und für den Namen Cäso; Verleumdern wurde in Rom ein K als Abbreviatur für Calumniator auf die Stirn ebrannt. Auf franz. Münzen bedeutet K den Prägort Sumbaf in der Chemie ist K das Zeichen oder Symbol für Kalium, in ist k. k. oder k. und k. allgemein üblich für kaiserlich (und) königlich (ungar.). VYpense (frz., eich denke darano), Losungswort bei einer Art Vielliebchen, auch substantivisch gebraucht: ein J. miteinander essen, ein J. verieren, gewinnen. 2 suis et j'y reste (frz., ahier bin ich und hier bleibe icho),‚ Worte des Marschalls Mac-Mahon, welche derselbe 9. Sept. 1855 auf dem erstürmten Malakow an den Oberbefehlshaber schrieb, als ihm von seiten des letztern durch einen Adjutanten mitgeteilt wurde, die Russen hätten Vorbereitungen getroffen, um den Malakow in die Luft zu sprengen. ißt, sind unter C aufzusuchen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 946Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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