FeedInsekten
TierreichBrockhaus 1882

Insekten, auch Kerfe oder Kerbtiere genannt von der äußern Gestalt ihres Leibes, welcher gleichsam eingekerbt erscheint und mit wenigen Ausnahmen aus den drei deutlich geschiedenen Hauptteilen Kopf, Bruststück und Hinterleib besteht, bilden unter den wirbellosen Gliedertieren eine eigene große Abteilung. Sie unterscheiden sich von den verwandten Tierklassen, den Spinnen- und Krustentieren, mit welchen sie die Gliederun des Körpers und der Beine gemeinsam haben, dur die Zahl der Füße, die stets sechs beträgt, die Anheftung derselben an dem Bruststück mit Ausschluß des stets anhanglosen Hinterleibes und meist auch durch die Ausbildung von ein oder zwei Pagren verschieden gebauter Flügel. Ein eigentümliches inneres Skelett fehlt ihnen; dagegen ist ihre Hülle meist hornig oder hart und trägt den Namen des Hautskeletts. Das Nervensystem der J. besteht aus einer durch Längsstränge verbundenen Kette von Knoten, welche in der Mittellinie des Bauchs verläuft (Bauchnervenstrang), und einem gehirnartigen Teile, der in dem Kopfe liegt und mit dem Bauchstrange durch Fäden verbunden ist, die einen Ring um den Schlund bilden. Die Hörwerkzeuge hat von Siebold zuerst bei den Geradflüglern in einer Art Trommel aufgefunden, welche bei der Gattung Acridium im ersten Hinterleibsringe und bei den Gattungen Locusta und Gryllus an den Schienen der Vorderbeine dicht unter dem Knie —15 befindet. Das Tasten wird besonders durch Ralis hörner oder Antennen vermittelt, die gleichfalls von mannigfaltigster Bildung sind. Besondere Geschmacks⸗ und Geruchswerkzeuge sind nicht bekannt. Am erkennbarsten sind die Augen, die entweder einfach sind, oder als zusammengesetzte äußerlich eine Menge von Facetten gewahren lassen, z. B. an der Stubenfliege 4000, an Stachelspringkäfern 25000. Daß die Sinne der J. übrigens scharf sein müssen, lehrt die tägliche Erfahrung, z. B. die Schnelligkeit, mit welcher viele einem Schlage ausweichen, ihr rasches Aufspüren angemessener Nahrung, die Sicherheit, mit der sie vergiftete Lockspeisen vermeiden u. s. w. Ihre Bewegungen sind nicht allein kräftig und sehr ausdauernd, sondern werden oft, namentlich das Fliegen, mit reißender Schnelligkeit ausgeführt, indem die Muskeln der J. nicht nur sehr zahlreich, sondern meist auch unter den günstigsten Bedingungen angeheftet sind. Jeder organische Stoff wird von den J. als Nahrung benutzt, indes ist jede Gruppe von ihnen auf irgend ein bestimmtes Nahrungsmittel angewiesen. So gibt es Käfer, die nur tierische Stoffe verzehren, wie Speckkäfer und Totengräber, andere, die nur an pflanzliche sich halten. Unter den letztern genießen manche nur Samen, andere nur Blätter; ganze Ordnungen, wie Schmetterlinge, nähren sich allein von Pflanzensäften oder sind ausschließlich Raubtiere, wie die Libellen. Da nun die Nahrung entweder flüssig oder fest sein und dann Zerkleinerung erheischen kann, so ergibt sich an den Mundwerkzeugen ein wichtiger Unterschied; sie sind entweder zum Beißen oder zum Saugen eingerichtet, und zwar gehen die saugenden Mundteile durch allmähliche Umwandlungen aus den beißenden hervor, die stets aus einer Ober⸗ und Unterlippe und zwei Paaren seitlich gestellter Kiefern, die horizontal gegeneinander arbeiten, den Kinnbacken (mandibulae) und Kinnladen (maxillae), bestehen. Die Verdauungswerkzeuge sind zwar abeiner verschieden von denjenigen Dan⸗ Tiere, allein keineswegs von sehr . au. Das Blut der Kerfe ist farblos und kalt und läuft nicht in Gefäßen um, obgleich es durch eine Art von Herz, das sog. Rückengefäß, in Bewegung gesetzt wird. Die Atmungsorgane bestehen in vielästigen, den Körper durchziehenden Kanälchen oder Luftröhren (Tracheen), die an den Seiten des Hinterleibes durch eine Reihe von Löchern oder Stigmen ausmünden, niemals in Lungen, bei dem unausgebildeten J., der Larve, bisweilen in Kiemen, wenn ihm anders das Wasser zum Aufenthaltsort angewiesen ist. Eine eigentliche Stimme besitzt kein J.; denn die vielfachen, oft sehr lauten Töne desselben gehen nie aus den Luftwegen desselben hervor, sondern entstehen durch andere, oft sehr künstliche Organe infolge von Reibung oder raschen Schwingungen. So wird bei manchen Käfern das Zirpen durch Reibung verschiedener Rumpfteile aneinander, bei den Heuschrecken durch Reibung der Beine an den Flügeldecken bewirkt, bei den Fliegen das Summen durch die Luft, welche aus den vordern Luftlöchern an der Brust aus⸗ und einströmt. Bei den Zweiflüglern befindet sich am ersten Bruststigma eine halbmondförmige, aus Hornblättchen bestehende Scheibe, welche durch die Luftströmung ertönt. Die Geschlechter sind meist gesondert, doch gibt es auch Fälle von einseitiger Fortpflanzung (sog. Parthenoenesis), z. B. bei den Blattläusen. Die meisten egen Eier, nur wenige gebären lebendige Junge. Ihre Fruchtbarkeit ist ungemein groß und wird bei vielen vermehrt durch bald eintretende Zeugungsfähigkeit der Jungen. Ein Paar Schmeißfliegen kann am Ende eines fünfmonatlichen Sommers eine Nachkommenschaft von 500 Mill. haben. Das merkwürdigste Beispiel liefern die Blattläuse, bei denen aus einem Individuum in der fünften Generation schon 5900 Mill. Nachkommen entsprossen sind. Die meisten J. haben eine Reihe von körperlichen Umänderungen oder Metamorphosen (s. d.) zu durchlaufen, ehe sie als vollkommen ausgebildet in die Periode ihres Lebens gelangen, wo sie eine erneute Verwandlung nicht mehr erfahren und allein zeugungsfähig sind. Es können diese Verwandlungen mehr oder weniger allgemein sein, und daher hat man in der Wissenschaft die Zwischenstufen festgesetzt, welche einer jaeden Gruppe von J. unabänderlich zukommen. Das bekannteste Beispiel vollkommener Verwandlung bietet der Schmetterling. Auf ähnliche Weise vollzieht sich die Metamorphose bei Käfern, deren Larven oft für Würmer gehalten werden, und bei Fliegen, deren kopf- und beinlose Larven Maden heißen. Die meist 22beinigen Larven der Blattwespen nennt man Afterraupen. Den 5. mit vollkommener Verwandlung (Metabola), bei welchen, wie bei den angeführten, eine ruhende Puppe gebildet wird, stehen die J. mit unvollkommener Verwandlung (Ametabola) gegenüber, zu denen die Geradflügler (Orthoptera), Halbflügler (Hemiptera) u. s. w. gehören, bei denen kein ruhender Puppenzustand existiert und die Larve durch successive Ausbildung der Flügel u. s. w. in den vollkommenen Zustand übergeht. Die Lebensdauer der J. hängt in der Regel von dem Verlauf ihrer Metamorphose ab; die Mehrzahl der Schmetterlinge, Immen und Netzflügler ist einjährig, d. h. aus dem im Herbst gelegten und überwinterten Ei wird im nächsten Sommer ein vollständiges J. sich gebildet haben, welches gemeiniglich die Begattung nicht lange überlebt, aber den Keim seiner Nachkommenschaft zurückläßt. Bei Käfern, z. B. den Maikäfern, dauert der Larvenzustand (der Engerling) oft mehrere Jahre, das vollkommene Tier aber lebt höchstens einen Sommer. Nicht groß ist die Zahl derjenigen J., welche als ausgebildete einige Jahre leben, wie die Bienen. Die Verbreitung der J. reicht über die ganze bewohnbare Erde. Wiewohl sie selbst in Grönland und auf den höchsten Alpen nicht ganz fehlen, so sind sie doch in Aquatorialländern am zahl⸗ und artenreichsten und zugleich durch Größe und Pracht der Färbung am meisten ausgezeichnet. Sie sind mehr Luft⸗ als Wassertiere; im Meere hat man nur einen Taumelkäfer (Gyrinas marinus) und eine Wanzengattung (Halobates) rudernd gefunden. Indessen zeigen sie in Hinsicht auf Wohnung, Ernährung und Lebensweise so viel Mannigfaltigkeit, daß es unmöglich ist, hierüber etwas Allgemeines zu sagen. Ihre geistigen Eigenschaften sind höher als bei allen andern wirbellosen Tieren ausgebildet und zeigen sich namentlich in ihrem Haushalte (Bienenstaat), in der Sorge für die Jungen, in besondern Kunsttrieben u. s. w., ja diese hohe Entwickelung befähigt sie sogar zu gegenseitigen Mitteilungen, die mindestens bei Bienen und Ameisen unzweifelhaft vorkommen. Die Bedeutung der J. im Haushalt der Natur ist eine ganz enorme, ja es gibt keine Gruppe von Landtieren, die in einer gleich energischen Weise zum Umsatz der Materie, zum Stoffwechsel beitrügen, wie gerade sie, und dazu sind sie in erster Linie berufen durch ihre unberechenbare Anzahl, durch ihre Kleinheit, der sich nichts entziehen kann, durch ihre förmliche Allgegenwart und durch ihre Freßsucht, die ihnen wenigstens in einer bestimmten Lebensperiode, oft aber zeitlebens eigen ist und die sie vor keiner organischen Substanz, und wären es die äußerst giftigen Früchte von Strychnos nux vomica, zurückschrecken äßt. Der unermeßliche, allerdings indirekte Nutzen, den die J. auf diese Art auch dem Menschen bringen, springt nicht sehr in die Augen, und da auch die Bedeutung der Schlupfwespen u. s. w. gern unterschätzt wird und der direkte Vorteil, den Biene, Seidenwurm, Cochenille und Spanische Fliege bieten, wirklich nicht hoch angeschlagen werden darf, so ist man nur zu sehr geneigt, die Welt der J. als eine im großen und ganzen dem Menschen feindliche und schädliche aufzufassen. Und in der That, da ihnen eben nichts Organisches, also auch weder Vorräte der Menschen, noch deren Hausgerät, Kleidung, Bücher, Haustiere, Kulturpflanzen, ja selbst die menschliche Person heilig ist, können sie lästig genug werden. Als ziemlich weit verbreitete Schmarotzer schädir den Menschen selbst der Floh (Pulex irritans L., afel: Insekten I, Fig. 39), in tropischen Gegenden der Sandfloh (Sarcopsylla penetrans L.), verschiedene Läuse (s. d., namentlich die Kopflaus, Pediculus capitis L., Taf. IV, Fig. 44), die Bettwanze (Acanthia lectularia, Taf. IV, Fig. 36), die Mosquitos und Stechmücken (unter ihnen die geringelte Stechmücke, Culex annulatus Schranh, Taf. I, Fig. 29), gelegentlich auch einmal innerlich schmarotzende Larven von Biesfliegen (z. B. in Nordamerika unter der Haut Larven von Cuterebra, sog. Oestrus hominis, in den Stirnhöhlen einigemal Cephalomyia-Larven, s. unter Biesliegen). Die Biesfliegen (3. B. die Pferdebiesiege, Gastrus equi Fabricius, im Magen des ferdes, Taf. 1, Fig. 36), die Bremsen (s. d., af. IV, Fig. 46, Larve der Rinderbremse, Labanus bovinus L.), die Tsetsefliege (s. d.) in Afrika, die Kolumbatzer Mücke, verschiedene Läuse⸗ und Floharten werden den Haussäugetieren und Vöani in verschiedener Ausdehnung gefährlich und p Die menschlichen Kleider, Pelz- und Lederwerk werden den Motten und Käfern u. s. w. zur Beute, in den Möbeln, dem Gebälk der Häuser hausen zahlreiche Käferlarven, die Bücher werden von Staub⸗ und Papierläusen zernagt, aber sie alle werden übertroffen durch die universellen Leistungen der Termiten (s. d.) in den Tropen. An den Speisevorräten der Menschen finden viele J. ihren Tisch: die Getreidespeicher werden heimgesucht vom Kornkäfer (s. d., Calandra granaria L.), von den Larven des Kornweibels (f. d.), das Mehl vom Mehlwurm (Tenebrio molitor L., Taf. I, Fig. 22) und vom Mehlzünsler (Asopia farinalis L., Taf. III, Fig. 18), Brot und Backwerk werden vom Brotbohter (Anobium panicum J.) und einigen andern Käsern aufgesucht, Speck findet seinen Abnehmer an den Specktäfern (s. d., Dermestes lardarius L., Taf. I, Fig. 16), frische Fleischwaren an den Larven verschiedener Aasfliegen (namentlich der Schmeißfliege, Musca vomitoria L., Taf. I, Fig. 33), Käse an den Maden der Käsefliege (s. d.) u. s. w. Die Leimvorräte werden von den kleinen Kolbenkäfern (Corynetes), das Wachs von der Wachsmotte (Galleria mellonella L., Taf. III, Fig. 20) decimiert, und selbst die Apothekerwaren und wissenschaftlichen Sammlungen entgehen nicht der Freßgier der J. Auch fast sämtliche Zier⸗ und Kulturpflanzen, soweit dieselben wenigstens eingebürgert sind, haben einen und den andern, häufig mehrere, bisweilen viele Feinde unter den J.: die Blumen und Ziersträucher werden namentlich von Blattläusen (s. d.), Schildläusen (s. d.), zahlreichen Schmetterlingsraupen und Gallwespen (3. B. die Ro⸗ * durch die Rosengallwespe, Cynips rosae J., afel: Insekten IV, Fig. 3) geschädigt; die verhuudern Gemüse sind von den verschiedensten äubern heimgesucht, Wurzelgewächse von den Larven der Gartenhaarmücke (Bibio hortulanus L., Taf. I, Fig. 30), zahlreicher Blumenfliegenarten (Anthomyia), besonders auch von der gemeinen Werre (Gryllotalpa vulgaris Latreille, Tafel: Schädliche Insekten, Fig. 23), die Spargel von der Spargelfliege (Platyparea poecilloptera Schrant), die Kohlpflanzen von zahlreichen Schmetterlingsraupen, von Erdflöhen (s. d.), die Kartoffel in neuester Zeit besonders von dem Coloradokäfer (s. d., Taf. I, Fig. 27), die Möhren von der Larve der Möhrenfliege (Psila rosae), die Zwiebeln von denen der Zwiebelfliege (Anthomyia antiqua Meig.), die Schalotten von der Schalotten— hr (Anthomyia platura Meig.), die Rettiche von r Rettichfliege Enthomyia floralis Fallen). Auch die Zahl der Feinde unserer Fruchtsträucher und Obstbäume, die sich von ihrem Holz, ihren Blättern, ren Früchten, sei es von dem Fleisch oder den ernen, ernähren, ist Legion; von Schmetterlingen sei der Ringelspinner (Bombyx neustria L., Tafel! chädliche Insekten, Fig. 4), der Schwamm— spinner (Liparis dispar L., Tafel: Insekten III Fig. 12), der Blaukopf (Diloba coeruleocephala L., Tafel: Schädliche Insekten, Fig. 5), der Apfelwickler (Carpocapsa pomona L., Taf. III, Fig. 19) genannt, von Wespen die Johannisbeerblattwespe (Tenthredo ventricosa XIug, Tafel: Schädliche Insekten, Fig. 20), die schwarze (Emphytus grossulariae), wie die schon genannte gelbe Stachelbeerwespe (Tenthredo ventricosa), die gemeine Wespe (Vespa vulgaris L., Taf. IV, Fig. 16), unter den Fliegen die Kirschfliege (Erypeta cerasi L., Tafel: Schädliche Insekten, Fig. 21), von Geradflüglern der Ohrwurm (Forficula auricularia, Tafel: Insekten IV, Fig. 31), und von Käfern wird bisweilen besonders schädlich der Maikäfer (Tafel: Schädliche Insekten, Fig. 15). Auch dem Weinstock fehlt es nicht an Verderbern unter den J.; so schadet ihm gelegentlich der Rebenstecher (Rhynchiles alni Mulier, Taf. I, Fig. 20), der Traubenwickler (s. d., Conchylis ambiguella Hübner) und vor allen die Reblaus (s. d., Phylloxera vastatrix Planchon, Tafel: Schädliche Insekten, Fig. 24); in manchen Jahren bringt die Raupe des Hopfenspinners (Hepialus humuli L., Tafel: Insekten III, Fig. 7) den Hopfenpflanzungen großen Schaden. Die Landwirtschaft zählt unter den J. gleichfalls außerordentlich zahlreiche Feinde, von denen als die wichtigsten besonders folgende . sind: Die Runkelrüben werden in manchen Jahren schwer heimgesucht von den Larven des schwarzen Aaskäfers (Silpha atrata L.) und des matten Aaskäfers (S. opaca), vom grauen Schildkäfer (Oassida nebulosa L.), den Raupen der Gamma-Eule (Plusia gamma L., Taf. III, Fig. 16), sowie von der Runkelfliege (Anthomyia conformis), der Raps vom Ravsglanzkäfer (Meligethes brassicae Scopoli, Taf. I, Fig. 15), der Sommerrübsen vom Rübsaatpfeifer (Scopula margaritalis Hiib.), die Erbsen vom Erbsenkäfer (Bruchus pisi L.) etc. Die Larve der Lattichfliege (Anthomyia lactucae) zerstört die Fruchtstände des Kopfsalats, die Larve der Tinea depréessella die Dolden der Möhre. Die Raupen der Ypsilon-Eule (Plusia gamma) wird in manchen Jahren dem Lein, Hanf, Raps, den Kohlpflanzen, Hülsenfrüchten und Zuckerrüben sehr gefährlich. Nicht weniger zählen die Getreidearten unter den J. in verschiedenem Grade gefährliche Feinde, in manchen Jahren merkwürdigerweise einen Laufkäfer (Labrus gibbus Fabr., Tafel: Schädliche Insekten, Fig. 14), in andern einen Blattkäfer (Anisoplia segetum Herbst, Taf. I, Fig. 11), häufiger die Larve des Saatschnellkäfers (Agriotis segetum L., Taf. I, Fig. 14); bisweilen tritt auch die Getreidehalmwespe (Cephus pygmaeus V., Taf. IV, Fig. 1) und in höherm Grade noch die Hessenfliege (s. d., Cecydomyia destructor Sa//) und verwandte Arten (C. tritici Kirhy und aurantiaca Nagner) als Verheerer auf. Aber ihr schädliches Wirken und das des Getreideblasenfußes (Thrips cerealium Kirby, Taf. IV, Fig. 30) verschwindet fast gegen die verderbliche Macht der zu zeiten über Europa hereinbrechenden Wanderheuschrecke (s. d., Acridium migratorium L., Tafel: Schädliche Insekten, Fig. 22), der einige einheimische Arten (z. B. die sibir. Feldheuschrecke, Acridium sibiricum L., Taf. IV, Fig. 34) in einzelnen Jahren bisweilen gleichkommen. lüber garten⸗ und landwirtschaftlich-schädliche J. schrieben besonders Bouché, Taschenberg sen. u. a. m. Unter den vielen Gefahren, welche dem Walde drohen, spielen die J. ebenfalls eine hervorragende Rolle. Ausgedehnte Waldgebiete sind schon von diesen kleinen Feinden devastiert worden, Jahr für Jahr hat der Forstwirt Kampf mit ihnen zu bestehen. Die schädlichsten Forstinsekten finden sich in den Ordnungen der Käfer und der Schmetterlinge, dagegen enthalten die Ader⸗ und Geradflügler nur wenige sehr schädliche Arten, Zwei- und Halbflügler nur einige merklich schädliche, die Netzflügler gar keine forstschädlichen, sondern nur nützliche Arten. Unter den Käfern sind vorzugsweise die Familien der Borkenkäfer (Bostrychideés) und Rüsselkäfer (Curculionidae) zu erwähnen. Die Borkenkäfer sind in Europa durch etwas mehr als 100 Arten vertreten, deren Larven meist in Holzgewächsen, und zwar in der Rinde, dem Bast oder im Holze selbst leben. Die Käfer dringen in das Her em der Bäume durch kleine kreisrunde Bohrlöcher ein und fressen mehr oder weniger regelmäßig verlaufende (Muttergänges oft von so charakteristischer Form, daß man nach ihnen die Art bestimmen kann. Man unterscheidet Lot⸗ und Wagegänge, je nachdem sie am stehenden Baume senkrecht oder wagerecht verlaufen, Sterngänge, wenn mehrere von einem Punkte ausgehen, Leitergänge u. s. w. Das Weibchen legt zu beiden Seiten der Gänge die Eier in kleine Grübchen ab. Die auskommenden Larven fressen von den Muttergängen abzweigende, mit ihrem Wachstum immer breiter werdende Larvengänger und verpuppen sich an deren Ende in einer kleinen Vertiefung, der Puppenwiege. (S. Tafel: Schädliche Insekten, Fig. 10, Lotgang des Bostrychus typographus; Fig. 12, Wagegang des Hylesinus fraxini.) Unter allen Borkenkäfern ist der gefährlichste der Fichtenborkenkäfer, B. typographus J. (Fig. 9 u. 10). Meist finden sich in seiner Begleitung der ähnliche B. amitinus Eichhoff, der durch Sterngänge ausgezeichnete B. chalcographus L. u. a. m. Schon wiederholt hat er arge Verheerungen angerichtet, so z. B. am Harz in den Jahren 1780—1800; neuerdings 1873— 75 im Bayrischen und Böhmerwalde. Die 1868 und 1870vorausgegangenen großen Stürme hatten hier die ungewöhnlich starke Vermehrung der Käfer begünstigt. Nicht in so großartiger Weise verderblich, aber ebenfalls sehr schädlich wirkt in Tannenbeständen der doppelarmige Wagegänge fressende B. curvidens Germ., in Kiefern B. stenographus L. und Hylesinus piniperda L., der als Käfer überdies die jungen Triebe ausfrißt. Ebenso verdienen noch zahlreiche andere Nadelholz— bewohner als Bestandsverderber unsere Beachtung. Weniger haben die reproduktionskräftigern Laub— hölzer von Borkenkäfern zu leiden. Ihnen schaden hauptsächlich die Arten der Bastkäfer (Hylesini) und Splintkäfer (Scolytini), letztere sind nur Laubholzbewohner. Hylesinus crenatus Fabr. und fraxini Fabr. (Fig. 11 u. 12) haben schon oft Eschen getötet oder empfindlich geschädigt, ebenso Scolytus Ratzeburgii Jans. Birken, 8. destructor . Ulmen u. s. w. Mehrere Borkenkäferarten fressen nicht in der Bastschicht, sondern gehen tief in das Holz hinein, so die Nutzholzborkenkäfer Bostrychus (Xyloteres) lineatus Ey. in Nadelhölzern, B. domesticus L. in Laubhölzern, B. dryographus Er. und monographus Fahr. in Eichen, B. dispar Fabr. in verschiedenen Laubbäumen. Von diesen werden einige Arten (dispar, monographus ete.) häufig auch jungen Laubholzheistern schädlich. In der Familie der Bockkäfer (Cerambycidae), welche meist aus Holzbewohnern besteht, finden sich nur einige wirklich schädliche Arten, so Tetropium luridum L. in Fichten, Saperda carcharias L. und populnea L. in Pappeln, Cerambyx cerdo L. (heros Fabr.) in alten Eichen u. s. w. Die Rüsselkäfer (Curculionidae) zählen in Europa etwa 1000 Arten. Die forstschädlichen treten meist als Kulturverderber auf. Vorzugsweise ist es der große braune Rüsselkäfer, Hylobius abietis L. (Curculio pini Rats.), welcher oft ausgedehnte Pflanzungen von jungen Fichten und Kiefern durch Benagen der Rinde fast vollständig zerstört. (Fig. 7 Käfer in natürlicher Größe, Fig. 8 Fichtenstämmchen, dessen Rinde platzweise abgenagt ist.) Viele tausend Mark werden in Deutschland jährlich verwendet, um durch Sammeln dieses gefährlichen Käfers die Kulturen einigermaßen zu schützen. Seine Larve dagegen ist nicht schädlich, da sie sich in den im Boden zurückbleibenden Wurzeln gefällter Bäume entwickelt. Der kleine braune Rüsselkäfer, Pissodes notatus Fabr., schadet durch den Fraß der Larve, welche sich unter der Rinde junger Kiefern entwickelt. Sein Gattungsverwandter P. hercyniae Herbst wurde in neuerer Zeit wiederholt in Fichtenstangenhölzern sehr schädlich, unter deren Rinde die Larve lebt. Eine große Anzahl der Rüsselkäfer schadet nur mehr oder weniger empfindlich durch Befressen der Triebe und Blätter, so die den Gattungen Phyllobius und Polydrosus angehörigen, meist schön grün gefärbten Arten. Aus der Familie der Blätterhörner (Scarabaeidae) ist als arger Waldfeind vorzugsweise der allbekannte Maikäfer, Melolontha vulgaris Fabr., zu nennen. Weniger ist es die allerdings auch recht nachteilige Zerstörung der Blätter und Blüten durch den Fraß des Käfers, aber weit erheblicher der unterirdische Fraß der Larve, des sog. «Engerlingso, an den Wurzeln. Wiederholt gehen oft die Pflanzungen, namentlich die der Kiefern in der mittel⸗ und norddeutschen Ebene, vollständig dadurch zu Grunde. Eine auf fehlerhaften Grundsätzen der Forsteinrichtung beruhende Schlagführung, bei welcher zu große Flächen kahl gelegt werden, vermehrt das Übel. Den verheerenden Borkenkäfern an Bedeutung nahe stehen einige Insekten aus der Ordnung der Schmetterlinge, an erster Stelle der große Kiefernspinner, Gastropacha pini L. (Fig. 1 u. 2). Die im Boden überwinternden Raupen besteigen im zeitigen Frühjahr, wenn die Bodentemperatur etwa 6—7 C. erreicht, die Kiefern und fressen die Nadeln aller Altersklassen bis in die Blattscheiden ab. Wiederholter Fraß tötet oft ganze ausgedehnte Bestände. An Gefährlichkeit steht ihm die Nonne, Liparis monacha L. (Fig. 2), ziemlich nahe, ihre Raupe weidet auf Kiefern und Fichten, wird aber besonders den letztern verderblich. Einer der größten Nonnenfraße der neuern Zeit war 1853—55 in Ostpreußen. Die Schmetterlinge waren 1853 massenhaft aus Rußland kommend angeflogen, und bis 1855 waren über 2500 ha Nadelholzbestände kahl gefressen. Nachfolgender Borkenkäferfraß vermehrte das übel. Die Kiefer leidet ferner oft bedeutend durch den Fraß der Kieferneule, Trachea piniperda Pans., des Kiefernspanners, Fidonia piniaria L., ferner durch manche Kleinschmetterlinge, wie Retinia buoliana S. V. u. a. m. Weniger häufig geschädigt werden die übrigen Nadelhölzer, z. B. die Fichte, außer durch die Nonne durch die Raupe der Grapholitha pactolana ZII., die unter der Rinde frißt, die Tanne durch Tortrix murinana Hbn., die Lärche durch die die Nadeln aushöhlende Coleophora laricella Hbn. Die Lau Rdlich sind auch gegen Raupenfraß viel weniger empfindlich wie die Nadelhölzer. Vom Rotschwanz, Dasychira pudibunda L., ganz kahl gefressene Buchenbestände erholen sich im nächsten Jahre vollständig, ebenso vom Eichenprozessionsspinner, Cnethocampa processionea L., kahl gefressene Eichen. Letzterer wird übrigens durch die Giftigkeit seiner Haare, welche Entzündungen der Haut und Schleimhäute erzeugen, gemeingefährlich. Stark befallene Bestände müssen von Menschen und Vieh thunlichst vermieden werden, da in denselben die Luft ganz mit den gefährlichen Haaren erfüllt ist. Vernichtend wirkt kein Raupenfraß im Laubholz, sondern nur schädigend durch Zuwachsverlust und durch Zerstörung der Blüten. Immerhin aber können selbst Kleinschmetterlinge, wie Tortrix viridana L. auf Eichen, Frostspanner, Cheimatobia brumata, an den verschiedensten Baumarten und noch sehr viele andere empfindlich schaden. In der Ordnung der Aderflügler (Hymenoptera) sind nur — wenige Insekten schädlich, namentlich einige Blattwespen, unter diesen vorzugsweise die Kiefernblattwespe, Lophyrus pini L. (Fig. 18 u. 19). Als technisch schädlich sind einige Arten der Gattung Sirex zu nennen, deren Larven im Innern des Holzes leben. Die Vorbeugungsmittel gegen alle die genannten und sonstigen Waldfeinde aus der Insektenwelt bestehen in der Schonung und Pflege nützlicher, insektenfressender Vögel und Säugetiere, in Erziehung möglichst gesunder Bestände, namentlich aber in einer sachverständigen, aufmerksamen Pflege des Waldes durch entsprechende Bestandesgründungen, durch zweckmäßige Durchforstung und eine gute Forsteinrichtung. Unter Voraussetzung dieser Maßregeln lassen sich wenigstens gegen manche Insekten auch Vertilgungsmittel mit Erfolg anwenden, welche sich auf eine genaue Bekanntschaft mit der Lebensweise der einzelnen Insekten stützen müssen. Gegen die Borkenkäfer zieht man durch wohlgeordnete Hiebsfolge, welche Sturmschäden vermindert, und durch regelmäßiges, jährlich mehrmals wiederholtes Werfen von Fangbäumen in Nadelholzwaldungen zu Felde. Die Käfer legen ihre Brut mit Vorliebe in liegende, aber noch nicht ausgetrocknete Bäume. Che die junge Käferbrut ausfliegt, werden die Fangbäume entrindet und die Rinden sorgfältig verbrannt. Dashalle muß geschehen mit stehenden, von Käfern beallenen Nadel⸗ oder Laubhölzern. Den großen Rüsseltkäfer vermindert man durch gründliche Stockrodung, man sammelt ihn auf den Schlägen durch Auslegen von Fangrinden und Fangkloben, unter welchen sich die Käfer gern verbergen. Den kleinen Ruüsselkäfer (Pissodes notatus) bekämpft man durch Nusrupfen und Verbrennen befallener Pflanzen, die im Sommer durch Welken kenntlich werden. Gegen die Maikäfer hat man bis jetzt noch kein anderes Hilfsmittel gefunden, als das Sammeln der Käfer, da man die Engerlinge direkt nicht vertilgen kann. Erfolg könnte solches Sammeln der auch Feld und Garten schädigenden Tiere freilich nur haben, wenn es ganz allgemein angewendet und gesetzlich angeordnet würde. Vermeidung zu großer, Jahr für Jahr sich aneinander reihender Schläge, also Wechsel derselben, 1 . von Kulturmethoden, welche ausgedehnte Bodenlockerung fordern, ist zu empfehlen. Die Raupe des großen Kiefernspinners bekämpft man erfolgreich durch Teerringe, welche man vor dem Aufbäumen der Raupen im Frühjahr nach Entfernung der dicken Rindenschuppen um die Bäume anbringt. Wenig Erfolg hat dagegen das Töten der Eier und Raupen der Nonne bisher Hesaha diese Raupen sitzen einige Zeit nach dem Ausschlüpfen aus den Eiern gesellschaftlich in sog. «Spiegelno beisammen und können dann allerdings massenhaft getötet werden. Gegen Kiefernspinner und Kieferneule, deren Puppen im Winter unter der Moos- oder der Nadeldecke ruhen, kann man durch Sammeln nur wenig thun, erfol reicher ist Eintrieb von Schweinen, welche biese Duppen sehr gern fressen. Der Eichenprozessionsspinner ist gendie ten der Gespinstballen zu vertilgen. Gegen die meisten der nur merklich schädlichen Insekten lassen sich im großen der Kosten wegen keine Gegenmaßregeln ergreifen, höchstens sind einzelne Bäume, einzelne kleinere Bestände oder Saat⸗ und Pflanzschulen zu schützen. Außer diesen schädlichen Insekten gibt es übrigens auch eine große Menge nützlicher, welche uns im Kampfe gegen die schädlichen unterstützen. Leider kennen wir aber keine Mittel, ihre Vermeh22.— zu begünstigen. Es sind dies namentlich die Schlupfwespen oder Ichneumonen (Ichneumonidae). Sie legen ihre Eier in die Eier oder Larven der schädlichen Insekten, schmarotzen so innerhalb ihrer Wirte, andere saugen die flüssigen Säfte der Raupen von außen auf. Die infizierten Raupen fressen noch fort wie gesunde, gelangen aber nicht mehr zur vollkommenen Entwickelung und sterben als Larven oder Puppen. Von großter Wichtigkeit für den Gartenbau sind in dieser Hinsicht Microgaster glomeratus und Pimpla instigator, welche letztere vorzugsweise im Ringelspinner und im Blaukopfe (Diloba coeruleocephala) schmarotzt. Ahnlich wirken einige Fliegenarten, die Tachinen. Es ist ein sicheres Zeichen, daß ein größerer Insekten⸗, namentlich Raupenfraß bald beendet sein wird, wenn die Ichneumonen, Tachinen und Schmarotzerpilze massenhaft auftreten. Außer den größern Werken Ratzeburgs (s. d.) vgl. Ratzeburg, «Die Waldverderber und ihre Feinder (7. Aufl., herausg. von Judeich, Berl. 1876); Heß, „Der Forstschutzz (Lpz. 1878); Henschel, Leitfaden zur Bestimmung der schädlichen Forst⸗ und Obstbauminsekten (2. Aufl., Wien 1876); Altum, «Forstzoologies (3. Abteil., 2 Bde., Insekten», 2. Aufl., Berl. 1881 —82); Eichhoff, »Die europ. Borkenkäfero (Berl. 1881). Das Reich der Kerfe zieht ebenso sehr an durch seinen Reichtum an Formen und durch seinen Farbenglanz als durch den Ausdruckeiner nimmer rastenden Thätigkeit und das Wunderbare der Organisation. Daher erklärt es sich, warum die Insektenkunde oder Entomologie (s. d.) von jeher so boch in Gunst gestanden und eine größere Zahl von Bearbeitern aufzuweisen hat, als die übrigen Klassen des Tierreichs zusammengenommen. Infolge dieser allseitigen Bestrebungen mehrt sich das schon jetzt etwa 160000 Arten begreifende Verzeichnis in das Unübersehbare, während die Anatomie, Entwickelungsgeschichte, Physiologie und Systematik der J. täglich neue Aufklärung erhalten In Bezug auf die systematische Anordnung wurden verschiedene Systeme aufgestellt, indem Linné die einzelnen Ordnungen nach der Zahl und Bildung der Flügel, Fabricius nach der Struktur der Mundteile unterschied. Die Ordnung der Flügellosen oder Apteren, dieman früher noch aufstellte, ist jetzt meist verlassen und die dazu gerechneten Kerfe sind den andern Ordnungen zugeteilt worden, sodaß man jetzt mit Berücksichkigung in erster Linie der Verwandlung zwei Hauptruppen unterscheidet: I. Insecta ametabola, nsekten ohne, und II. Insecta metabola, nsekten mit vollkommener Verwandlung. Diese beiden Hauptgruppen werden nun nach Beschaffenheit der Mundteile, Flügel u. s. w. in folgende Ordnungen geteilt: I. Ametabola. A. Orthoptera (s. d.) mit beißenden Mundteilen, zwei meist ungleich geaderten Flügelpaaren: 1) Thysanusa (s. d., Tafel: Insekten IV, Lepisma saccharina L., Fig. 35; Podura glacialis, Fig. 36); 2) Orthoptera genuina (s. Orthoptera), a) Cursoria (Blatta, Taf. IV, Fig. 32, s. Schaben, b) Gressoria (AUantis, Taf. IV, Fig. 33, s. Mantiden), c) Saltatoria (Gryllotalpa, Tafel: Schädliche Insekten, Fig. 23, Acridium, S 22, Tafel: Insekten IV, Fig. 34, s. chrecken); 3) Dermatoptera (Forficula, Taf. IV, Fig. 31, s. Ohrwürmer); 4) Corrodentia (Psocus, Taf. IV, Fig. 29, s. Holzlaus); 5) Amphibiotica (Perla, s. Uferfliege, Taf. IV, Fig. 28, Ephemera, s. Eintagsfliegen, Libellula, s. Wasserjungfern). B. Hemiptera, Halbflügler (s.d.), mit saugenden Mundteilen; 1) Heteroptera (s. Wanzen, Pentatoma, Taf. IV, Fig. 37, Acanthia, Fig. 38, Reduvius, Fig. 39, Nepa, Fig. 40, Naucoris, Fig. 41); 2) Homoptera, a) Cicadinae (s. Cicaden, Laternenträger, s. d., Taf. IV, Fig. 42, Aphrophora, s. Kucucksspeichel, Taf. IV, Fig. 43), d) Phytophthäires (Blattläuse, s. d., Schildläuse, s. d., mit der Reblaus, s. d., Tafel: Schädliche Talel: Iuz Fig. 24, und der Cochenille, s. d., Tafel: Insekten IV, Fig. 44, a Männchen, b Weibchen), c) Parasita (Laus, s. d., Taf. IV, Fig. 46, Weibchen, Pelzfresser, s. d., dazu Philopterus, Taf. IV, Fig. 45). II. Metabola. C. Neuroptera, Netzflügler L d.), mit beißenden Mundteilen und häutigen or⸗ und Hinterflügeln: 1) Planipennia (Myrmeleon, Ameisenlöwe, s. d., Taf. IV, Fig. 26, Ascalaphus, Fig. 25, Panorpa, Skorpionsfliege, s. d., Fig. 23, Rhaphidia, Kamelhalsfliege, s. d., Fig. 24); 2)/ Trichoptera (s. Köcherjungfern, Taf. IV, Fig. 21 u. Fig. 22); 3) Strepsiptera (s. Strepsipteren, Xenos, Taf. IV, Fig. 27). D. Coleoptera (s. Coleopteren), Käfer mit beißenden Mundteilen, Vorderflügel (Flügeldecke) hart und hornig: 1). Pentamera Cicindela, Tafel: Insekten I, Fig. 1, Carabus, aufkäfer, s. d., Fig. 2, Dyticus, Schwimmläfer, s. d., Fig. 3, Gyrinus, Fig. 4, Hydrophilus, s. d., Fig. 5, Staphylinus, Raubkäfer, s. d., Fig. 6, Clavicornia, Fig. 7, Hister, Stutzkäfer, Fig. 8, Necrophorus, Totengräber, s. d., Fig. 9, Meligethes, Fig. 15, Dermestes, Specktäfer, s. d., Fig. 16, Lucanus, Hirschkäfer, s. d., Fig. 12, Melolontha, Maikäfer, s. d., Tafel: Schädliche Insekten, — 15, Anisoplia, Laubkäfer, s. d., Taf. I, ig. 11, Oryctes, Nashornkäfer, s. d., Fig. 10, Buprestis, Prachtkäfer, s. d., Fig. 13, Elater, Schnellkäfer, s. Elateriden, Agriotes, Fig. 14, Lampyris, Johanniswürmchen, s. d., Fig. 24, Clerus, Taf. I, Fig. 21); 2) Heteromera (Blaps, Trauerkäfer, s. d., Fig. 23, Tenebrio, Mehlwurm, s. d., Fig. 22, Lagria, Fig. 17, Lytta, Spanische Fliege, s. d., Fig. 25, Meloé, Maiwurm, s. d., Fig. 26); 3) Tetramera (Rüsselkäfer, s. d., dabei der Rebenstecher, 2 20, Borkenkäfer, s. d., Tafel: Schädliche Insekten, Fig. R9 u. 10, Bockkäfer, s. d., darunter den auf Weiden lebenden Weber, Tafel: Insekten J, Fig. 18, und der schöne süddeutsche Alpenbock, Fig. 19; die Blattkäfer, s. d., zu denen der Coloradokäfer, Tafel: Schädliche Insekten, Fig. 16, gehört); 4) Trimera (Coccinella, s. Coccinelle, Tafel: Insekten I, Fig. 28). E. Hymenoptera, s. Hymenopteren, Hautflügler, mit beißenden Mundteilen und häutigen Vor⸗ und Hinterflügeln: 1) Aculeata (Bienen, s. d., Tafel: Biene und Bienenzucht, Fig. 1—8, Xylocopa, Tafel: Insekten IV, Fig. 19, Eucera, Fig. 18, Andrena, Fig. 17, Nomada, Fig. 20, Wespe, . d., Fig. 16, Ameisen, s. d., Fig. 14 u. 15, Mutilla, Fig. 13, Sandwespe, Fig. 11, Bienenwolf, s. d., s. Tafel: Biene und Bienenzucht, Fig. 13, Wegwespe, Tafel: Insekten IV, Fig. 17, Siebwespe, Fig. 8, Goldwespe, Fig. 9, Bembex, Fig. 10); 2) Entomophaga, Schlmpswespen (s. d., Ichneumon, Taf. IV, Fig. 7, Microgaster, Fig. 6, Telenomus, Fig. 5, Ibalia, Fig. 4, hierher auch die Gallwespe, Fig. 3); 3) Phytophaga (Blattwespen, s. d., Tafel: Schädliche Insekten, Fig. 18, 19 u. 20, Holzwespen, s. d., Tafel: In sekten IV, Fig. 2, Cephus, Fig. 1). F. Lepidoptera, Schmetterlinge (s. 3, mit saugenden Mundteilen und zwei beschuppten Flügelpaaren. a) Macrolepidoptera, Großschmetterlinge: 1) Rhaplocera, Tagfalter (s. d., Papilio, Tafel: Insekten II, Fig. 1 u. 2, Parnassius, Fig. 3, Anthocharis, Fig. 4, Rhodocera, Fig. 5, Polyommatus, Fig. 6, Thecla, Fig. 7, Vanessa, Fig. 8 u. 9, Cimenitis, Fig. 10, Argynuis, Fig. 11, Melitaea, Fig. 12, Melanagria, Fig. 13); 2) Sphingidae, Schwärmer (s. d., Sphinx, Fig. 2, Acherontia, Fig. 3, Smerinthus, Fig. 47 3) Xylothropha, Holzbohrer (Thyris, Taf. II, Fig. 14, Sesia, Taf. III, Fig. 1, Hepialus, Fig. 7); 4) Cheloniariae, Bärspinner (Zygaena, Fig. 5, Arctia, Fig. 6, Lithosia, Taf. II, Fig. 15); 5) Bombyces, Spinner (s. d., Saturnia, Fig. 8, Aglia, Fig. 9, Bombyx mori, Seidenspinner, s. d., Fig. 10, Lasiocampa, Fig. 11, Liparis, Fig. 12, und Liparis monacha, die Nonne, s. d., Tafel: Schädliche Insekten, Fig. 13, Liparis neustria, Ringelspinner, s. d., Fig. 4, Stauropus, Tafel: Insekten III, Fig. 14, Drepana, Fig. 13); 6) Noctuina, Eulen (s. d., Thaeniocampa, Tafel: Insekten UI, Fig. 15, Plusia, Fig. 16, Noctua, Taf. II, Fig. 16, Diloba, Tafel: Schädliche Insekten, Fig. 5); 7) Geometridae, Spanner (Geometra, Taf. III, Fig. 17, Hibernia, Frostspanner, Tafel: Schädliche Insekten, Fig. 6, a Mann, b Weib, c Raupe). b) Microlepidoptera, Kleinschmetterlinge: 1) Pynalidae, Zünsler (s. d., Asopia farinalis, Mehlzünsler, s. d., Taf. III, Fig. 18); 2) Tortricina, Wickler (s. d., Carpocapsa, Fig. 19); 3) Tineina, Schaben (s. d., Galleria, Fig. 20, Tinea, Motte, s. d.):40Pterophoridae, Federmotten (Alucita, Fig. 21). G. Diptera, Fliegen (s. d., mit saugenden Mundteilen und häutigen, meist nackten Vorder⸗ und zu Halteren (s.d.) verwandelten Hinterflügeln. a) Dipteragenuina: 1) Tipulidae, Schnaken (s. d., Culex, Taf. I, Fig. 29); 2) Crassicornia, Haarmücken (Taf. I, Fig. 30); 3),½ Tabanidae, Bremsen (s. d., Tabanus, Larve, Taf. IV, Fig. 46); 4) Tanystomata (Asilus, Taf. I, Fig. 31, Ogcodes, Fig. 32); 5) Stratiomyidae; 6) Muscidae Musca, Fig. 33, Tachina, Raubfliege, s. d., 8 34, Trypeta, Tafel: Schädliche Insekten, Fig. 21); 7) Syrphidae, Schwebfliegen (s. d., Syrphus, Taf. I, Fig. 35); 8) Oestridae, Biesfliegen (s. d., Gastrus, Fig. 36). b) Pupipara, Lausfliegen (s. d., Hippobosca, Taf. I, Fig. 38, Braula, Bienenlaus, s. d., Tafel: Biene und Bienenzucht, Fig. 16). c) Aphanipter a, Floh (s. d. Pulex, Taf. 1, Fig. 37). Hauptwerke über die J. lieferten Joh. Christian Fabricius (s. d.), Latreille, Kirby und Spence, Burmeister, Erichson und Graber. Vgl. auch die Litteratur zu dem Art. Entomologie, Bd. VI, S. 198. fressende Pflanzen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 615Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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