Andreä (Jak.), einer der einflußreichsten luth. Theologen des 16. Ronh geb. 25. März 1528 zu Waiblingen in Württemberg, studierte seit 1541 zu Tübingen, ward 1546 Diakonus in Stuttgart, 1549 in Tübingen, 1553 Doktor der Theologie, Stadtpfarrer und Generalsuperintendent zu Göppingen und 1562 Professor der Theologie, Propst und Kanzler zu Tübingen, wo er 7. Jan. 1590 starb. Während der letzten 40 Jahre seines Lebens hat er an allen wichtigen Streitigkeiten, Gesprächen und Thalb seiner prot. Theologen innerhalb wie Schrif seiner Heimat 5. ßetsn oder durch Schriften teilgenommen und stets für die stren luth. Orthodoxie gewirkt. Von größtem Einflu wurden A.s Bemühungen um Vereinigung der verschiedenen Menruc 9ie Meln der luth. Kirche. die f em der Versuch, die Melanchthonianer und die strengen Lutheraner durch gemeinsame Annahme seiner Friedensartikel zu vereinigen, auf dem Konvent zu Zerbst (Mai 1570) gescheitert war, änderte A. seinen Plan dahin, die Aufstellung eines für das süddeutsche und das norddeutsche Luthertum gemeinsamen orthodoxen Glaubensbekenntnisses und damit die Ausscheidung aller calvinistischen und philippistischen Ketzereien durchzusetzen, und bewirkte, 1576 vom Kurfürsten von Sachsen zur Neuordnung der kirchlichen Verhältnisse berufen, die Aufstellung und Annahme der Konkordienformel (1580). Seine mehr als 150 Schriften sind für die Kenntnis jener Zeit von — Wert.