Abelmoschusfasern, die im europ. Handel öfters unter dem Namen Jutev (s. d.) vorkommenden Bastfasern von Hibiscus Abelmoschus (s. Abelmosch und Hibiscus). Dieselben werden vor der Fruchtreife aus den Stengeln der genannten Pflanze genommen, sind flachsgelb, werden aber, der hn B eit ausgesetzt, tiefbraun (durch Bildung von Huminkörpern) und lassen sich ihrer Feinfaserigkeit wegen den besten Jutesorten an die Seite stellen, denen sie allerdings an Festigkeit etwas Sie werden neuerdings in ausgedehntem Maße zu den verschiedensten Geweben verarbeitet und unterscheiden sich durch das Vorkommen von Bastzellen und Bastparenchymzellen nebeneinander (letztere fehlen der Jute) leicht von der Jute.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 33Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei