Absterben nennt man oft unzutreffend das bloße Erkalten, Erblassen und Steifwerden der Glieder, wie dies besonders häufig an den Fingern vorkommt. Dasselbe beruht auf einer, meist durch Kälte herbeigeführten Verengerung der Blutgefäße, infolge deren die Haut blutleer und ihre Lebensthätigkeit herabgesetzt wird. Wärme und Frottieren genügt, um diesen Zustand wieder zu heben. In der Heilwissenschaft versteht man unter A. den wirklichen Tod einzelner Teile oder Gewebe und bezeichnet diesen Prozeß als Brand (s. d.) oder Nekrose (s. d.).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 79Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei