Abu-Nuwäas, arab. Dichter, geb. 762 n. Chr. zu Basra aus dem jemenischen Stamme Hakam, ward, nachdem er sich bereits durch seine Lieder einen Namen erworben hatte, von Harun-⸗al-Raschid zeich Bagdad berufen, wo er, wie andere ausgezeichnete Dichter seiner Zeit, eine Wohnung im Palaste des Kalifen erhielt und mit Auszeichnung behandelt wurde. Durch allzu freigeistige und oft mutwillige Verse brachte er sich nicht selten in Verle enheit, wußte sich aber stets durch Talent und Geistesgegenwart vor übeln Folgen zu bewahren. Er starb zu Bagdad 815. Seine Lieder sind von nr ramnn Gelehrten in einen Diwan (Sammlung) vereinigt worden, den in neuerer Zeit zuerst Ahlwardt (Abt. 1, Greifsw. 1860) arabisch herausgegeben und A. von Kremer (Wien 1855) deutsch bearbeitet hat. A. ist einer der besten arab. Lyriker; seine Wein⸗ und Liebeslieder gehören zu dem Vorzüglichsten, was in ihrer Art der moslem. Orient besitzt. bu-Röf, der bedeutendste nomadisierende Araberstamm in den Steppen von Sennaar, bewohnt die Berge bei der Stadt Sennaar, eine südlicher elegene Berggruppe und den gegen den Weißen il gelegenen Dschebl Masmun, wo in stabilen Niederlassungen zahlreiche Sklaven für den Stamm Feldbau betreiben; der Stamm selbst kommt in der Regenzeit bis nahe an Chartum, wandert aber später südlich, wo er ein Schrecken für die freien Negerstämme in der südl. Dschesireh ist, welche ausgeplündert und als Sklaven Er-Baßch werden.