Hlaväcek (Ant.), Landschaftsmaler, geb. zu Wien 7. Mai 1842, besuchte seit 1858 die dortige Akademie und kam nach Steinfelds Abgang von der Schule zu Alb. Zimmermann, dessen Einfluß sein Talent mächtig förderte. Eine Reihe Studien aus dem Jahre 1860 gewann ihm einen akademischen Preis, in den folgenden Jahren bis 1864 entstanden beifällig aufgenommene Bilder nach Motiven aus Gastein, Salzburg und vom Hintersee; sie erwarben ihm ein Staatsstipendium, welches er zu einer Reise an den Rhein verwendete, wo besonders die Umgegend von Worms und Köln aufgenommen wurde. In letzterer Stadt führte er das größere Werk: aus der Rheinpfalz, durch, welches aer in die kaiserl. Galerie in Wien gelangte. Die Rückkehr nach Wien erfolgte 1869. Nun arbeitete der Künstler an seinem vortrefflichen Bilde des Königssee (Eigentum des österr. Kaisers). Im 1878 erhielt er vom Staate den Auftrag, eine esamtansicht Wiens vom Kahlenberge aus zu malen, für welche Arbeit er eine Zeichnung in großem Maßstabe als Vorstudie anfertigte. Gegen den Willen des Künstlers wurde dieselbe als die Lösung seiner Aufgabe hingenommen und für die Bibliothek der Akademie bestimmt. H. hielt trotzdem an dem Lieblingsgedanken fest und beschloß die Ausführung des Kolossalgemäldes, wozu er jahrelange Studien aufwendete. Als Vorarbeit lieferte er das große Gemälde: Abend auf dem Kahlenberge mit dem Blick auf Klosterneuburg. Andere unterdessen vollendete Werke sind der Hradschin in Prag für das Album des Kronprinzen (Aquarell), die Raualpe (Erzherzog Karl Ludwig Weissenbach am Attersee u. a.