FeedAchyranthes (Spreublume)
PflanzenreichBrockhaus 1882

Achyranthes (Spreublume), Pflanzengattung aus der Familie der Amarantaceen; A. Verschaffellii mit seinen zahlreichen Varietäten und Spielarten gehört zu den beliebtesten neuern Zierpflanzen unserer Teppichgärten. Aeidimetrie, eine Operation der quantitativen chem. Analyse, durch welche der Gehalt einer Substanz an freier Säure oder der Koncentrationsgrad einer Säure ermittelt werden soll. Es kommen dabei drei verschiedene Methoden in Anwendung: a) man ermittelt die Sättigungskapazität der Säure, indem man eine zu ihrer Neutralisation gerade ausreichende Menge einer Alkalilösung von bekanntem Gehalt hinzufügt; b) man fügt eine bekannte, zur Neutralisation mehr als ausreichende Menge eines unlöslichen Upstcken un Salzes zu der zu unteruchenden Flüssigkeit und ermittelt nach erfolgter eutralisation die Menge des ungelöst gebliebenen Salzes; e) die Flüssigkeit wird mit einem überschuß von doppeltkohlensaurem Natron versetzt und das Gewicht der durch die stärkere Säure verdrängten Kohlensäure ermittelt. In den meisten Fällen bedient man sich der unter a erwähnten Methode, welche im Artikel Analyse (volumetrische) näher beschrieben wird. Die unter b erwähnte Methode läßt sich zur Bestimmung der Salzsäure, Salpetersäure und Essigsäure verwenden. Ein gewogenes Quantum der zu untersuchenden Flüssigkeit wird, nach reichlicher Verdünnung mit Wasser, mit einem gewogenen Quantum von präzipitiertem kohlensauren Kalk oder krystallisiertem Kalkspat versetzt, wobei anfangs eine lebhafte Entwickelung von Kohlensäure eintritt; läßt diese nach, so erwärmt man zuerst gelinde, später zum vollen Sieden. Hört alle Entwickelung von Kohlensäure bei einem überschuß von kohlensaurem Kalk auf, so filtriert man, sammelt den ungelöst gebliebenen kohlensauren Kalk und ermittelt nach vollständigem Auswaschen dessen Gewicht. Iöthe von dem Anfangsgewicht abgezogen, ergibt die Menge des gelösten kohlensauren Kalks und dieses die Sättigungskapazität der Säure, da 1 Molekül oder 100 Teile kohlensaurer Kalk mit 2 Molekülen oder 73 Teilen Salzsäure, mit 2 Molekülen oder 126 Teilen Salpetersäure, mit 2 Molekülen oder 120 Teilen Essigsäure äquivalent sind. Schwefelsäure darf bei Anwendung dieser Bestimmungsmethode nicht vorhanden sein, da sonst das Gewicht des unlöslich bleibenden Rückstandes durch sich ausscheidenden schwefelsauren Kalk zu hoch erscheinen würde; ebenso wenig ist die Methode anwendbar bei Kalt zerseht solcher Salze, die durch kohlensauren Kalk zersetzt werden, wie z. B. Eisenchlorid. Die unter e erwähnte Methode ist von Fresenius und Will eingeführt; man bedient sich derselben nur noch selten. Die zu untersuchende Flüssigkeit wird nach dem Wägen in einen zur Bestimmung der Kohlensäure geeigneten Apparat gebracht (s. Kohlensäure) und ein mit chemisch reihinzugefügt. Nach Zusammenstellung des Apparates bewirkt man die Vermischung der Säure mit dem doppeltkohlensauren Salz und bestimmt die Menge der dabei entweichenden Kohlensäure entweder aus dem Gewichtsverlust des Apparates oder besser durch Überführung der freigewordenen Kohlensäure in eine wägbare Verbindung. Bei der Zersetzung des doppeltkohlensauren Natrons ist 1 Molekul oder 44 Teile Kohlensäure äquivalent mit 36,5 Teilen Chlorwasserstoffsäure, 63 Teilen Salpetersäure, 49 Teilen Schwefelsäure, 60 Teilen Essigsäure. Bei allen diesen auf der Ermittelung der Sättigungskapazität beruhenden Methoden erhält man nur dann ein richtiges Resultat, wenn nur eine Säure zugegen ist; hat man es aber mit einem Gemisch von zwei oder mehrern Säuren zu thun, so wirkt jede einzelne derselben auf das angewandte Reagens, sei dieses nun Alkalilösung von bekanntem Gehalt, kohlensaurer Kalk oder doppeltkohlensaures Natron. r diesem Falle kann man die Analyse so ausführen, daß man eine der beiden vorhandenen Säuren nach einer andern Methode bestimmt, deren Sättigungskapazität für das angewandte Reagens berechnet und diesen Werth von der in einer zweiten Bestimmung ermittelten Sättigungskapazität des Säuregemisches in Abzug bringt. ö Aecidiomyctes, eine Unterordnung der Basidienpilze, welche die Familien der Rostpilze (Uredineae) und der Brandpilze (Ustilagineae) umfaßt, deren Arten zu den schädlichsten Parasiten unserer Herpannfee gehören. Aeidite nannte B. Cotta, im Gegensatz zu den Basiten (s. d.), diejenigen meist eruptiven Erstarrungsgesteine, welche sich durch einen größern Gehalt an Kieselsäure, einen geringern an Basen auseichnen, wie die Granite, Felsitporphyre, Trachyte, hyolithe u. s. w. Je nachdem dieselben an der Oberfläche oder in der Tiefe der Erde zur Erstarrung gelangt sind, unterschied er vulkanische und plutonische Der Name ist wenig mehr im Gebrauch. Aecidium, s. unter Rostpilze. Acldum, s. Säure.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 111Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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