FeedAdernd
ErdkundeBrockhaus 1882

Adernd, Stadt in der ital. Provinz Catania auf der Insel Sicilien, liegt südwestlich des Atna, hat einen hohen viereckigen Turm aus der Normannenzeit ljetzt Gefängnis) und zählt baabd 14613 E. A. ist das alte Hadranum, das berühmt war durch seinen Tempel des Gottes Hadranos. Abderpilz, s. Merulius. Abdersbach, ein Dorf mit 1700 E. im Bezirk Braunau des Königreichs Böhmen, liegt dicht an der schles. Grenze und zerfällt in die zwei Dorfgemeinden Ober⸗ und Nieder-A. Bekannt ist der Ort wegen der im Osten desselben beginnenden, an der Brandlehne gelegenen Adersbacher Felsen, welche in einem etwa 8 km langen, bis 4 breiten, 470 m über der Nordsee sich erhebenden Quaderfandsteinflötz bestehen, das einstmals ein zusammenhängendes Ganzes bildete, aber infolge jahrtausendlanger Auswaschungen allmählich zu einem Labyrinth von mehrern tausend einzelnen Felsenkegeln zerklüftet worden ist, von denen die meisten gegen 30 m, mehrere aber auch über 60 m hoch sind. Der Eintritt in das Felsenlabyrinth öffnet sich durch eine schmale, von einem Bache durchflossene Schlucht, an deren Seite die 1 den Anblie Felsengebilde emporstarren, die bald den Anblick eines Steinwaldes, bald den einer ausgebrannten Stadt gewähren. Die Spalten und 4 An der sind mit Bäumen und Gebüsch bewachsen. An der Stelle, bis zu welcher man gewöhnlich eindringt, bildet der erwähnte silberklare Bach einen Wasserfall. Hinter demselben gelangt man zu der Wolfsschlucht, die sich, 120 Stufen aufwärts und dann 56 Stufen absteigend, hinzieht und zuletzt in mehrere Klüfte verliert, deren eine die Ruinen des alten Schlosses A. birgt. Vor dem Eingange in das Labyrinth erhebt sich in einer mit Wasser gefüllten Vertiefung der „Zuckerhute, ein isolierter, 16 m Roch Felsblock in Form eines umgekehrten Kegels. och großartiger in ihren Naturgebilden sind die benachbarten Felsen von Weckelsdorf (s. d.).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 145Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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