Age oder Axin, ein eigentümliches dunkelgelbes, butterähnliches Fett, welches von einer in Mexico vorkommenden und dort von Indianern auf eigenen Plantagen kultivierten Schildlaus, Cocous Axin La Slare, durch Ausbrühen derselben mit heißem Wasser gewonnen wird. Die Bäume, auf denen das Tier lebt, nennen die Mexicaner Palo mulato und Ciruela; ersterer ist eine Species von Schinus, entweder Schinus molle L. oder deren Varietät Schinus molle g Areira. An der Luft verwandelt sich die fettartige Masse in eine harte, elastische Substanz: in dünnen Schichten auf die Haut Ooniuhr. 5 bildet sie Membranen, ähnlich wie Collodium; dieser Eigenschaft wegen findet sie in Mexico Verwendung in der Heilkunde. Die A. ist von Hoppe („Journal für praktische Chemiev, LXXX, 102) chemisch untersucht. Nach demselben ist A. ein Gemisch der Glyceride der Laurinsäure (G12 H2 O: und einer andern, neuen Säure, welche als Axinsäure bezeichnet ist. Letztere Säure ist dickflüssig ölig, erstarrt beim Gefrierpunkt des Wassers noch nicht, von brauner Farbe, unlöslich in in Leiß ziemli löslich in kaltem, sehr leicht löslich in heißem Alkohol und Ather. Berührung mit Sauerstoff überzieht sich die Oberfläche jedes Tropfens schon nach einer Minute mit einem feinen Häutchen, welches die Subsoff im Innern vor weiterer Einwirkung des Sauertoffs schützt. Bei längerer Berührung mit Luft, namentlich in dünnen Schichten derselben ausgesetzt, erstarrt die Axinsäure vollständig, unter rei daber Gewichtszunahme. Die Analysen, zu welchen aber wohl nicht völlig reines Material verwandt ist, führten annähernd zu der Formel Cus H2sOz3. Die durch Einwirkung der Luft veränderte Axinsäure ist nur noch teilweise in wahrs und Ather löslich; der darin lösliche Teil ist wahrscheinlich identisch mit Hyogäsäure. Der unlösliche, Aginin genannte eil bildet ziemlich spröde, leicht pulverisierbare Krusten, amorph, ohne Zersetzung nicht schmelzbar; mit Wasser auf 110 C. erhitzt, entsteht eine dunkelbraune Lösung, in welcher braune Flocken schwimmen, in Atzalkalien mit brauner Farbe löslich, aus der Lösung durch Säuren wieder fällbar. Ageladas, der bedeutendste Meister der argivischen Schule in der Periode der noch nicht zur Vollendung Itene altertümlichen griech. Kunst, war in den letzten Jahrzehnten des 6. und in den ersten des 5. Jahrh. v. Chr. wenn nicht ausschließß⸗ doch vorzugsweise als Erzbildner thätig, besaß, entsprechend dem Charakter der argivischen Schule, eine große Meisterschaft in dem Technischen seiner Kunst und war zugleich ein hervorragender Lehrer. Zu seinen Schülern gehörten außer seinem Sohne Argeiadas die großen Meister Myron, Phidias und Polyklet.