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ErdkundeBrockhaus 1882

Akmollinsk, die nordöstlichste und größte Provinz der Kirgisensteppeim asiat. Rußland, erstreckt sich vom Ulu-Tau und Ischim (im Westen) bis zum Irtysch (im Nordosten), ungefähr von 45² bis 54 nördl. Br. und von 82 bis 92 östl. L. (von Ferro), umfaßt einen Flächenraum von 545340 akm mit (1870) 381 900 E., worunter etwa 100000 Kirgisen, und zerfällt in die Kreise A.,Kokts chetaw, Omsk, Petropawlowsk und Ssary-Ssuisk. Die Provinz besteht in geolog. Hinsicht aus drei, durch ihre physik. Beschaffenheit streng voneinander geschiedenen Teilen. Den nördlichen bildet eine niedrige, am Irtysch sandige und an Salzseen reiche Ebene. Der mittlere, von an den 8 öhenzügen durchschnittene Teil wird von den Flüssen Is im, Nurg und Ssary-Ssu bewässert und eignet sich, obgleich waldlos und auf bedeutende Strecken steinig, für beständige Ansiedelungen. Hier ist der Mineralreichtum des Gebiets konzentriert, der It. Her lich in Gold, Kupfer und Steinkohlen besteht. Der südliche Teil ist eine öde, wasserlose Steppe, die sich von den Quellen des Ssary⸗-Ssu an bis zum Flusse Tschu hinzieht und unter dem Namen Bedenak-dala, d. h. Hungersteppe, bekannt ist. — Die Hauptstadt des Akmollinskgebiets, Akmolly oder A., am Ischim gelegen, mit 5529 E., wurde erst 1862 geründet, ist durch Pikettlinien mit der Stadt arkaralinsz, dem Fort Atkau und mit Koktschetaw verbunden und ist der Sammelplatz für die Karawanen aus Taschkent und Bokhara. Andere Städte der Provinz sind: Omsk (s. d.) und Petropawlowsk (s. d.). ö‚

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 295Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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