FeedAluminate
NaturlehreBrockhaus 1882

Aluminate nennt man Verbindungen, die sich von den Aluminiumoxydhydraten oder Thonerdehydraten (s. u. Aluminium) dadurch ableiten, daß die Wasserstoffatome der Hydroxylgruppen durch Metalle vertreten werden. So erhält man vom normalen Aluminiumoxydhydrat Al (OL)6 ausgehend das Natriumaluminat Al (ONa)a, indem 6 Wasserstoffatome durch 6 Atome Natrium ersetzt werden; dasselbe entsteht beim Zusammenschmelzen von Thonerde mit Soda, beim Schmelzen von Bauxit mit Soda oder mit schwefelsaurem Natron und Kohle, oder beim Erhitzen von Kryolith mit Kalk; es findet als Beizmittel Verwendung in der Färberei. Von dem Aluminiumoxydhydrat Alr O2 (0OE)a leiten sich verschiedene als Mineralien vorkommende Verbindungen ab, so das Magnesiumaluminat Al 0½ (O-Mg) der Spinell, das Zinkaluminat Ala O: (O-Zu) der Gahnit, Automolith, das Berylliumaluminat 41 O (O2 Be) der Chrysoberyll. Man kann die A. auch auffassen als Verbindungen der entsprechenden Basen mit Thonerde, in welchen die Thonerde die Rolle einer Säure spielt, das Magnesiumaluminat würde dements necend Magnesiathonerde MgO Alz O; sein. Ebelmen hat die natürlich vorkommenden A. synthetisch dargestellt, z.B. krystallisierten Spinell durch starkes Erhitzen eines Gemenges von Magnesia und Thonerde unter Zusatz von Borax.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 507Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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