Albalonga, Stadt der Latiner in Latium, la auf dem schmalen Bergrücken zwischen der südöstl. Ecke des Lacus Albanus und dem Mons Albanus langhingestreckt; daher der Name. A. war nach der röm. Sage von Ascanius, dem Sohne des Aneas, erbaut und nach dessen Tode von Silvius, seinem weiten Sohne, beherrscht. Durch die Königstochter hea Silvia (s. d.) wird dann auch Roms Gründung an A. geknüpft. Die Stadt war vor Rom das Haupt des Latinischen Bundes (s. unter Lateiner) und wurde von den Römern (nach der Sage infolge des Verrats des Diktators Mettius Fufetius unter dem Könige Tullus Hostilius) zerstört und die Einwohnerschaft nach Rom verpflanzt. Das Bundesfest auf dem Albanerberge wurde seitdem von Rom aus, welches als Vorort an A.s Stelle trat, bis in späte Zeiten begangen, wie auch in A. selbst Heiligtümer und Kulte erhalten wurden. Später ward die Ge½ in welcher A. lag, aufs beste angebaut, mit eben bepflanzt und mit ut Abon Villen geschmückt, aus denen dann die Stadt Al Albano (s. d.), entstand.